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BU-Versicherung für Selbständige

Die Berufsunfähigsversicherung ist für Selbständige wichtig!

Selbständige wissen, dass sie sich um sämtliche Angelegenheiten, auch in Bezug auf Versicherungen, selbst kümmern müssen. Während Angestellte bei einer besonders schweren Erkrankung unter Umständen darauf hoffen können, dass sie von der gesetzlichen Rentenversicherung zum Teil unterstützt werden, ist dies für die meisten Selbständigen aussichtlos.

Können diese ihrem Beruf aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr nachgehen, droht in vielen Fällen der soziale Abstieg. Statistisch gesehen trifft es jeden vierten Selbständigen und Arbeitnehmer. Außer man kann das enorme Risiko mit dem eigenen Vermögen ausgleichen oder hat ausreichend vorgesorgt, wie beispielsweise über eine BU-Versicherung.

Ist dies nicht der Fall, sollte man als Selbständiger dringend über das Thema Berufsunfähigkeit nachdenken und eine geeignete Absicherung finden. Worauf man bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige besonders achten muss und ob es einen gesetzlichen Anspruch gibt, können interessierte Verbraucher hier in unserem Beitrag nachlesen.

Gibt es eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente für Selbständige?

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige

Selbständige verfügen meistens über keinerlei staatliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit!

Als Selbständiger ist man neben dem unternehmerischen Risiko ebenfalls dem Krankheitsrisiko ausgesetzt. Da keiner genau vorhersehen kann, ob er für immer gesund bleibt, ist eine ausreichende Absicherung unabdingbar. Denn seit dem Jahr 2001 gibt es für alle die ab dem 01.01.1961 geboren wurden keine staatliche Berufsunfähigkeitsrente mehr.

Hier wurde in einer Rentenreform festgelegt, dass es nur noch Leistungen für eine sogenannte Erwerbsminderung gibt. In der Praxis ist diese gesetzliche Rentenversicherungsleistung allerdings nur sehr schwer zu erhalten, da hierbei nicht auf den ausgeübten Beruf abgestellt wird, sondern auf eine allgemeine Erwerbstätigkeit.

Das bedeutet, die Betroffenen können in diesen Fällen nicht mehr ausreichend irgendeiner Tätigkeit am Arbeitsmarkt nachgehen. Dabei spielt der bisherige Beruf keine Rolle. Erschwerend kommt für Selbständige hinzu, dass die Allermeisten keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungs- und erst recht nicht auf eine Berufsunfähigkeitsrente haben.

Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente als Selbständiger

Doch wie sieht die rechtliche Situation eigentlich ganz genau bei Selbständigen aus? Denn schließlich gibt es auch viele, die freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung (kurz GRV) einzahlen. Einige, wie beispielsweise selbständige Handwerker, werden sogar dazu verpflichtet eine bestimmte Zeit Beiträge an die GRV zu leisten. Haben diese bei einer Erwerbsminderung, beispielsweise durch eine schwere Krankheit, ein Recht auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?

Ja, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen:

  • Es müssen insgesamt 5 Jahre Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung geleitstet worden sein, um überhaupt einen Anspruch zu erhalten (allgemeine Wartezeit).
  • Vor der Erwerbsminderung muss der Versicherte zusätzlich 3 Jahre Rentenversicherungsbeiträge geleistet haben (besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung).

Wichtig zu wissen ist, dass der Schutz für Selbständige sehr teuer werden kann. Denn wer die Leistung der Erwerbsminderungsrente vom Staat als Selbständiger aufrechterhalten möchte, muss den vollen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung aufbringen. Wer sich das nicht leisten kann, hat die Möglichkeit einen Antrag auf den sogenannten Regelbeitrag zu stellen. Dieser beträgt im Jahr 2015 rund 530,15 pro Monat.


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Gesetzliche Leistung nicht ausreichend

Für diesen doch recht hohen Betrag werden nur geringe Leistungen für eine drohende Erwerbsminderung bezahlt. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente betrug im Jahr 2014 laut Zahlen der GRV rund 752 Euro pro Monat. Und das auch nur dann, wenn man nicht über 3 Stunden irgendeiner Tätigkeit nachgehen kann. Wer mehr arbeiten könnte, erhält durchschnittlich 543 Euro (zwischen 3 und unter 6 Stunden pro Tag).

Natürlich werden über die Beiträge auch gesetzliche Rentenansprüche für das Alter aufgebaut. Wer allerdings seine Arbeitskraft als Selbständiger absichern möchte, ist oftmals besser beraten, wenn er eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Das ist nicht nur günstiger, auch sind die Leistungen um ein vielfaches besser.

Denn hier erhalten die Verbraucher im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente im Krankheitsfall oder bei einem Unfall schon dann eine Leistung, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Ist das der Fall, bekommen die Selbständigen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rentenzahlung.

Worauf sollten Selbständige beim Abschluss besonders achten?

Grundsätzlich ist beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige auf dieselben Kriterien zu achten, als bei einem Angestellten. Sprich die Versicherungsbedingungen sollten eine hohe Qualität aufweisen.

Die heutigen Tarife sind schon sehr fortschrittlich, da die Anbieter in den letzten Jahren einem gnadenlosen Wettbewerb ausgesetzt waren. Und das hat sich sehr zum Positiven auf die Preise und Leistungen für viele Berufsgruppen (auch Selbständige) ausgewirkt. Dennoch gibt es ein paar Anhaltspunkte auf die man als Selbständiger achten sollte:

  • Rentenhöhe: Als Selbständiger liegt meistens kein gesetzlicher Anspruch auf Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung vor. Deshalb ist es wichtig, eine möglichst hohe private Berufsunfähigkeitsrente mit den Anbietern zu vereinbaren. Von der Rente müssen neben den Lebenshaltungskosten nämlich auch die Beiträge für die Krankenversicherung bezahlt werden. Bei längerer Berufsunfähigkeit sollten auch die Beiträge für die Altersvorsorge irgendwie gestemmt werden können. Tipp: Viele Anbieter bieten bei privaten Rentenversicherungen die Möglichkeit einer Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit an. Selbständige sollten diese Option nutzen, damit die Rente bei Berufsunfähigkeit nicht gefährdet wird.
  • Achtung Umorganisation: Bei einer Leistungsfallprüfung wird der Versicherer immer prüfen, ob der Arbeitsplatz entsprechend umorganisiert werden kann. Bei Angestellten ist das nicht so leicht möglich, deshalb verzichten die guten Anbieter bei Arbeitnehmern auf diese Art der Prüfung. Selbständige haben allerdings durchaus die Möglichkeit ihre Tätigkeit umzuorganisieren. Die Versicherer verzichten hier auch nicht auf die Prüfung und legen in ihren Bedingungen fest, dass die Umorganisation des Betriebs zumutbar und sinnvoll sein muss. Wichtig ist, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige genau definiert, was sie unter zumutbar versteht. Bezahlen sollten die Anbieter auf jeden Fall, wenn der Kapitaleinsatz für die Umorganisation sehr hoch ist oder die finanziellen Einbußen dadurch ein bestimmtes Maß überschreiten. Besonders gute Tarife legen einen Einkommensverlust von 20 % fest, der im Falle eines Überschreitens zur Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente führt.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige vergleichen

Man sieht schon, dass ein paar Kleinigkeiten bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige beachtet werden sollten. Ganz entscheidet dürfte für einen Unternehmer auch der Preis der Versicherung sein. Hier ist es wichtig zu vergleichen.

Denn was viele Verbraucher immer noch unterschätzen ist, dass je nach Berufsgruppe und individuellem Risiko unterschiedliche Anbieter das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Die Preisunterschiede liegen im Extremfall über 100 Prozent und das bei gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Leistungen. Da eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Selbständige und Unternehmer ihr Geld kostet, lohnt sich ein Vergleich fast immer.


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