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Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Ist eine BU-Versicherung für Beamte überhaupt sinnvoll?

Das berufliche Aus kommt oft unerwartet: Andreas Herb (35 Jahre) ist seit 7 Jahren verbeamtet. Er arbeitete als Lehrer und hatte viel Spaß an seinem Beruf. Im Zuge eines Freizeitunfalls mit dem Fahrrad erhielt er eine schockierende Diagnose: Bruch der Brustwirbelsäule. Diese Diagnose veränderte sein gesamtes Leben schlagartig. Im vergangenen Jahr war Andreas Herb über 3 Monate krankgeschrieben.

Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte

Beamte haben ein erhöhtes Risiko eine Dienstunfähigkeit zu erleiden!

Im folgenden Halbjahr erhielt er schließlich seitens seines Dienstherrn die Entlassungsurkunde in den Vorruhestand. Nun erhält er lediglich 35 Prozent seiner vorherigen Dienstbezüge als Einnahmen.

Dienstunfähigkeit ist hierzulande ein unterschätztes Risiko. Dabei belegen Statistiken, dass Staatsbedienstete viel öfter als gemeinhin angenommen von einer Dienstunfähigkeit betroffen sind.

Jeder vierte Staatsbedienstete wird im Laufe seines Berufslebens vor dem eigentlichen Rentenalter berufsunfähig. Die Ursachen sind hierbei äußerst vielfältig und reichen insbesondere von psychischen Problemen bis hin zu Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Nervensystems.

Gerade psychische Leiden wie Depression und Burn-Out haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

„Gemäß § 42 Abs. 1 Bundesbeamtengesetz (BBG) darf ein Beamter auf Lebenszeit in den Ruhestand versetzt werden, wenn dies zur Erfüllung der Dienstpflicht aufgrund einer Schwäche der geistigen bzw. körperlichen Kräfte oder infolge körperlicher Gebrechen dauernd unfähig ist.“

Redaktions-Tipp!

Im Gegensatz zu Angestellten und Arbeitern in der Privatwirtschaft, kennt das Beamtenrecht den Begriff der Berufsunfähigkeit nicht. Deshalb ist eine spezielle DU-Klausel für Beamte in der Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll!

Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind in der Regel erst ab einer Minderung der Arbeitskraft von 50 Prozent vorgesehen. Die Entscheidung über die Dienstunfähigkeit trifft die entsprechende Dienststelle – wobei die Minderung der Arbeitskraft auch unter 50 Prozent betragen kann.

Zwar liegen die Pensionsansprüche von Beamten in der Regel über den Leistungen, die Arbeitnehmer aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten dürfen. Dennoch reicht die Pension oft nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Erhielt Andreas Herb aus obigem Beispiel vor seinem Unfall noch knapp 3.430 Euro, muss er sich nun mit 1.200 Euro im Monat begnügen. Ein erheblicher finanzieller Einschnitt, der den bisherigen Lebensstandard in weite Ferne rücken lässt.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wichtig für jeden Beamtenstatus!

Je nach Beamtenstatus geht eine Dienstunfähigkeit mit hohen oder wenigen hohen finanziellen Einbußen einher. In folgenden Abschnitten gehen wir auf die jeweilige Situation näher ein.

  • Beamte auf Probe/Widerruf: Besonders schwerwiegend sind die Folgen einer Berufsunfähigkeit für Beamte auf Probe und auf Widerruf. Denn diese werden aus dem Dienst entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Doch bevor hier nicht die Wartezeit von 60 Monaten erfüllt ist, haben diese keine Ansprüche auf Leistungen. Genau aus diesem Grund ist eine Absicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung vor allem zu Beginn der Dienstzeit besonders wichtig.
  • Beamte auf Lebenszeit: Beamte auf Lebenszeit die dienstunfähig werden, werden in den Ruhestand versetzt und erhalten vom Dienstherrn eine Versorgung. Vorausgesetzt die Wartezeit von 5 Jahren ist bereits erfüllt. Inzwischen fällt diese Versorgung nach dem „Gesetz zur Neuordnung der Versorgungsabschläge“ noch geringer aus, als ohnehin schon. Allein durch das Gesetz haben sich Versorgungskürzungen von bis zu 10,8 Prozent ergeben – und dies lebenslang. Zusätzliche Abstriche müssen durch verringerte Zurechnungen hingenommen werden. So zählen lediglich die Jahre ab Dienstunfähigkeit bis zum 60. Lebensjahr, und diese auch lediglich zu zwei Dritteln. Daneben werden die Ansprüche bei Berufsunfähigkeit durch die Absenkung des Ruhegehaltssatzes auf 71,75 Prozent und durch die lineare Ruhegehaltsskala nochmals reduziert. Die maximale Höhe erhält ein Beamter zudem ohnehin erst nach 40 Dienstjahren. Dies bedeutet, dass das Ruhegehalt mit jedem Dienstjahr nur um 1,79 Prozent pro Jahr steigt. Folgende Berechnung verdeutlicht die daraus resultierende Versorgungslücke:

Beispielrechnung für Beamte in Stufe 6:

Besoldungsgruppe Nettoeinkommen monatlich Anspruch bei Dienstunfähigkeit Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit
A8 1.882 EUR 1.192 EUR 690 EUR
A10 2.209 EUR 1.275 EUR 934 EUR
A12 2.552 EUR 1.478 EUR 1.074 EUR
A15 3.132 EUR 1.843 EUR 1.289 EUR

Gefahr bei jungen Beamten!

Junge Beamte auf Lebenszeit erhalten bei Berufsunfähigkeit in der Regel lediglich die Mindestversorgung, da ihre angesammelten Versorgungsbezüge zumeist unter dieser Grenze liegen. Diese Mindestversorgung beläuft sich derzeit bei Alleinstehenden auf 1.588,47 Euro wenn eine Dienstunfähigkeit aufgrund Krankheit oder Freizeitunfall vorliegt. Verheiratete erhalten 1.670,01 Euro. Bei einem Dienstunfall und einer darauf folgenden Dienstunfähigkeit werden 1.828,13 Euro geleistet. Verheiratete erhalten in diesem Fall mit 1.922,21 Euro wieder etwas mehr.

Dienstunfähigkeitsklausel in der BU-Versicherung ist wichtig

Wer sich als Beamter gegen die drohende Versorgungslücke absichern möchte, sollte beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass eine Dienstunfähigkeitsklausel (DU-Klausel) eingeschlossen ist.

Viele sprechen hier auch von einer Dienstunfähigkeitsversicherung. Denn nur mit dieser Klausel ist ein voller Versicherungsschutz bei Dienstunfähigkeit möglich. Wird so die Dienstunfähigkeit aus medizinischer Sicht durch ein amtsärztliches Gutachten attestiert und versetzt der Dienstherr den Beamten in den Ruhestand, so ist der Versicherer zur Leistung verpflichtet.

Eine eigene, umfassende sowie teilweise langwierige Leistungsprüfung des Versicherers entfällt und der Versicherungsnehmer kann zeitnah mit Zahlungen rechnen. Ist das Versicherungsunternehmen infolge eines amtsärztlichen Gutachtens zur Leistung verpflichtet, kann er zu einem späteren Zeitpunkt – im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsrente – keine Nachprüfung verlangen, solange Versorgungsbezüge bezahlt werden.

Ohne die DU-Klausel würde die Versicherungsgesellschaft aufwendig prüfen, ob der Beamte seiner bisherigen Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nachgehen kann. Dies kostet nicht selten viel Zeit und kann bedeuten, dass trotz Dienstunfähigkeit keine Zahlungen erfolgen, weil der Betroffene nicht als berufsunfähig eingestuft wird.

Redaktions-Tipp!

Die DU-Klausel sollte auch nicht durch den Versicherer eingeschränkt werden. Eine Versicherung, die sich etwa das Recht auf Nachprüfung einräumt, ist keine gute Wahl.

Leider bieten längst nicht alle Versicherer eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer DU-Klausel an. Andere Versicherer haben wiederum spezielle Tarife für besonders gefährdete Berufsgruppen im Angebot, etwa für Feuerwehrleute, Polizisten oder Beamte im Justizvollzug und beim Zoll. Gleiches gilt für Soldaten, auch wenn diese nicht den Status eines Beamten innehaben.

Was eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung ausmacht!

Wer eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte auf folgende Punkte achten:

  • Endalter: Nicht wenige Tarife begrenzen die Versicherungsdauer auf ein Endalter von 55. oder 60. Jahren. Doch eine Berufsunfähigkeit tritt statistisch betrachtet zumeist nach dem 55. Lebensjahr ein. Die Laufzeit der Dienstunfähigkeitsversicherung sollte demnach unbedingt geprüft werden.
  • Teildiensunfähigkeit: Von Vorteil ist es, wenn Leistungen auch schon bei Teildienstunfähigkeit erbracht werden. Demnach führt auch schon eine eingeschränkte Dienst- bzw. Berufsunfähigkeit – wenn also noch wenigstens 50 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit abgeleistet werden können – zur Leistungspflicht. Angeboten werden solche Verträge etwa von der DBV (Deutschen Beamten Versicherung), R+V, Signal Iduna und Universa.
  • Gesundheitsfragen: Gesundheitsfragen sind unbedingt wahrheitsgemäß zu beantworten. Die Fragen nach Vorerkrankungen sowie aktuellem Gesundheitszustand müssen jedoch nicht bei jedem Versicherer gleich ausfallen.
  • Optimale Rentenhöhe: Die Rentenhöhe der Dienstunfähigkeitsversicherung ist ausreichend hoch zu bemessen. Die private Dienstunfähigkeitsrente sollte zusammen mit dem Ruhegehalt der Höhe des derzeitigen Nettogehaltes entsprechen. Wer bei Krankheit keine Ansprüche auf Ruhegehalt besitzt (Beamtenanwärter oder junge Beamte), sollte eine höhere Monatsrente vereinbaren.
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer sollte auf eine abstrakte Verweisung verzichten. Damit wäre es sonst möglich, den Beamten im Falle einer Dienstunfähigkeit auf eine Tätigkeit in einem ganz anderen Bereich zu verweisen.
  • Nachversicherungsgarantie: Mit einer Nachversicherungsgarantie besteht die Möglichkeit, die Rentenhöhe der Dienstunfähigkeitsversicherung später bei bestimmten Ereignissen den veränderten Bedürfnissen anzupassen, etwa bei Heirat oder Geburt eines Kindes.

Wer eine optimale Dienstunfähigkeitsversicherung finden möchte, kann über uns einen kostenlosen und unverbindlichen Vergleich anfordern. In unserem Vergleich werden sämtliche Berufsunfähigkeitsversicherungen mit einer entsprechenden DU-Klausel berücksichtigt.

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