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Hausratversicherung – Diebstahl

Diebstähle sind nicht immer über die Hausrat versichert!

Laut offiziellen Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (kurz GDV) steigen die Einbruchzahlen mit Diebstahl in Deutschland weiter an. Die Schäden sind enorm im Vergleich zu den anderen Risiken in der Hausratversicherung, wie Feuer oder Leistungswasserschäden.

hausratversicherung-diebstahl

Zahlen des GDV bestätigen, dass sich die Wohnungseinrüche in Deutschland häufen!

Rund 45 % der Schadenaufwendungen entfallen auf Einbrüche mit einem Diebstahl als Folge. Allein im Jahr 2015 wurden Leistungen von circa 530 Mio. Euro an die Hausratversicherten ausgeschüttet (siehe Infographik rechts). Und zwar nur für das Risiko Einbruchdiebstahl. Das sind schon beeindruckende Zahlen.

Marion Müller (32 Jahre alt) musste vor kurzem selbst erleben, wie es ist, wenn man sein Hab und Gut durch einen Diebstahl verliert. Bei ihr wurde während eines Wochenendurlaubs eingebrochen und jede Menge Wertsachen und teure Elektronik gestohlen. Nicht nur ihre Wohnung war betroffen, die Diebe hatten es auch auf die Garage abgesehen und dort teures Werkzeug sowie ein Fahrrad entwendet.

Der Gesamtschaden lag weit über 18.000 Euro. Leider hatte Marion Müller keine Hausratversicherung. Deshalb erkundigte sie sich jetzt, wie die Leistungen der Tarife bei einem Diebstahl ausgestaltet sind. Denn nicht bei jedem Diebstahl ist die Hausratversicherung verpflichtet den Schaden auch zu übernehmen. Doch wo liegen genau die Unterschiede?

Wann liegt ein versicherter Diebstahl vor?

Grundsätzlich ist Diebstahl ist in der Hausratversicherung nicht gleich Diebstahl. Es gibt den sogenannten einfachen Diebstahl sowie den Diebstahl nach einem Einbruch oder Raub. Doch wo genau liegen die Unterschiede?

Unterschiedliche Arten von Diebstahl:

  • Einfacher Diebstahl: Von einem einfachen Diebstahl geht die Hausratversicherung immer aus, wenn etwas entwendet wird ohne zuvor einen Einbruch vorzunehmen. Wenn Marion Müller beispielsweise das Mobiltelefon während der Arbeit vom Schreibtisch aus gestohlen wird, spricht man vom einfachen Diebstahl. Denn hier liegt weder ein Einbruch noch ein Raub vor. Ein einfacher Diebstahl ist nur unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Beitragszuschlag versicherbar. In den meisten Fällen wird dieser allerdings in den Tarifbedingungen als Leistung ausgeschlossen und wenn überhaupt nur bis zu bestimmten Entschädigungsgrenzen erstattet.
  • Raub (Diebstahl unter Gewaltanwendung oder -drohung): Sollte Marion Müller auf der Straße von jemandem bedroht oder durch Gewaltanwendung ihr Mobiltelefon von demjenigen gestohlen werden, spricht man von Raub. In diesem Fall wäre das Mobiltelefon über die Hausratversicherung versichert, auch wenn nur eine Androhung von Gewaltanwendung vorliegt.
  • Einbruchdiebstahl: Bei Marion Müller lag im vorliegenden Fall ein klassischer Einbruchdiebstahl vor. Das heißt, die Täter mussten zuerst in die Wohnung und die Garage einbrechen, um dann die Sachen zu entwenden. Wenn die Einbrecher den Wohnungsschlüssel erbeutet hätten und dadurch in die Wohnung gelangt wären, würde ebenfalls ein Einbruchdiebstahl vorliegen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Schlüsselinhaberin (Marion Müller) beim Verlust des Schlüssels nicht fahrlässig gehandelt hat.

Grundsätzlich erstattet die Hausratversicherung nur die Sachen, welche bei einem Einbruchdiebstahl oder Raub entwendet wurden. Bei einfachem Diebstahl erhalten Verbraucher in fast allen Fällen keine Leistung.

Einbruch ohne Diebstahl!

Wenn in eine Wohnung gewaltsam eingebrochen und keine Gegenstände entwendet wurden, spricht man von Vandalismus. Die Schäden, welche die Einbrecher verursacht haben, würden von der Hausratversicherung als Reparaturkosten übernommen werden.

Nun ist es weiterhin entscheidend, wo die Sachen entwendet wurden. Marion Müller ist bisher immer davon ausgegangen, dass sie lediglich bei einem Einbruch in ihre Wohnung eine Leistung von ihrer Hausratversicherung erhält. Doch ein Diebstahl muss nicht immer in den eigenen vier Wänden vonstattengehen.

Diebstahl außerhalb der eigenen Wohnung

Im Rahmen der Außenversicherung genießen Versicherte auch außerhalb der eigenen Wohnung Versicherungsschutz. Doch meistens nur in bestimmten Entschädigungsgrenzen und nicht bis zur Versicherungssumme. Außer es handelt sich um einen Raub, auch wenn dieser nur durch die Androhung von Gewaltanwendung stattgefunden hat.

In diesem Fall würde Marion Müller die gestohlenen Gegenstände zum Wiederbeschaffungswert (Neuwert) ersetzt bekommen. Auch bei einem Einbruch in ein Hotelzimmer würden die gestohlenen Sachen wegen der integrierten Außenversicherung ersetzt werden. Folgende Arten des Diebstahls können gegen einen Beitragszuschlag mitversichert werden*.

Gegen Beitragszuschlag versicherbar*:

Diebstahl von Gartenmöbeln- und Geräten

Solange sich Gartenmöbel- und Gerate auf dem Grundstück des Versicherungsorts befinden, gibt es Tarife die gegen einen Beitragszuschlag den einfachen Diebstahl versichern. Allerdings nur bis zu bestimmten Entschädigungsgrenzen von beispielsweise 1.500 € je Versicherungsfall.

Diebstahl von Wäsche und Kleidung auf dem Versicherungsgrundstück

Wenn Wäsche und Kleidung vom Versicherungsgrundstück gestohlen werden handelt es sich oftmals ebenfalls um einen einfachen Diebstahl. Dieser kann auch mitversichert werden. Achtung Nachtzeitklausel: Dieser Diebstahl ist in den meisten Fällen nur von 6 – 22 Uhr versichert. Nachts sollte die Wäsche also nicht im freien hängen bleiben.

Diebstahl aus dem Krankenzimmer

Wenn aus einem Krankenzimmer etwas gestohlen wird, handelt es sich um einen einfachen Diebstahl, der normalerweise nicht mitversichert ist. Einige Tarife leisten bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze auch für Diebstähle aus einem Krankenzimmer.

Diebstahl von Kinderwagen und Krankenfahrstühlen

Wenn der Kinderwagen oder der Krankenfahrstuhl im Hausgang steht, kann dieser sehr leicht entwendet werden. Gegen einen Beitragszuschlag ist dieser einfache Diebstahl allerdings mitversichert. Entsprechende Entschädigungsgrenzen der Tarife, müssen allerdings bei teuren Kinderwägen beachtet werden.

Diebstahl aus dem Banktresor

Wertsachen die sich in Bankgewahrsam befinden können über die Hausratversicherung mitversichert werden. In der Regel werden die Entschädigungsgrenzen für Wertsachen herangezogen. Im Normalfall sind 20-25 Prozent der Versicherungssumme versichert. Wer eine höhere Absicherung benötigt kann das ebenfalls gegen einen Zuschlag versichern.

Diebstahl aus Schließfächern

Wer sein Gepäck am Bahnhof in einem Schließfach deponiert, kann einen Diebstahl hieraus gegen einen Beitragszuschlag mitversichern.

Diebstahl aus verschlossenem Kfz

Auch wenn das Kfz aufgebrochen und hier Sachen gestohlen werden, kann das gegen einen Beitragszuschlag mitversichert werden. Die gestohlenen Gegenstände werden je nach Tarif bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze von beispielsweise 1.500 € versichert. Achtung: Die Tarife leisten in fast allen Fällen nicht für Wertsachen und elektronische Gegenstände wie beispielsweise Mobiltelefone. Auch muss das Fahrzeug in der Nachtzeit zwischen 22-6 Uhr auf einem bewachten Parkplatz oder verschlossenem Hofraum abgestellt werden. Sonst entfällt weiterhin der Versicherungsschutz.


*Die Aufzählung ist nicht abschließend

In einigen Fällen, wie dem Diebstahl von Gartenmöbeln- und Geräten handelt es sich um einfachen Diebstahl, da hier meistens kein Raub und Einbruch vorliegt. Wie bereits erwähnt kann dies nur gegen einen Beitragszuschlag versichert werden.

Da sich die Tarife in Bezug auf Entschädigungsgrenzen und Ausschlüsse enorm unterscheiden, hat sich Marion Müller entschlossen die Hausratversicherungen zu vergleichen. Über unseren Vergleichsrechner haben Verbraucher beispielsweise die Möglichkeit für sich einen passenden Tarif nach ihren persönlichen Wünschen zu filtern.

Entschädigungsgrenzen genau prüfen!

Da sich die Tarife bezüglich der Entschädigungsgrenzen bei einfachem Diebstahl außerhalb des Versicherungsorts und zusätzlichen Leistungsausschlüssen enorm unterscheiden, sollten Verbraucher genau in den Versicherungsbedingungen nachlesen. Einen aus unserer Sicht sehr guten Diebstahlschutz hat der Tarif XXL der InterRisk. Dieser kann über unseren Vergleichsrechner eingesehen und beantragt werden. Selbstverständlich sollte jeder nochmal selbst die persönlichen Bedürfnisse prüfen.

Fahrraddiebstahl

Bei einem Fahrraddiebstahl gibt es eine Besonderheit zu beachten. Solange das Fahrrad aus dem eigenen abgeschlossenen Kellerabteil oder der Wohnung entwendet wird, ist es versichert. Auch der Diebstahl aus der Garage bei Marion Müller wäre mitversichert gewesen, da es sich in diesem Fall um Hausrat handelt.

Sobald das Fahrrad aber außerhalb gestohlen wird, beispielsweise beim Einkaufen, benötigt Marion Müller eine zusätzliche Fahrraddiebstahlversicherung. Diese kann über die Hausratversicherung mit beantragt werden. Unser Vergleichsrechner würde diese Versicherung mitberücksichtigen.

Achtung: Grobe Fahrlässigkeit

Gerade bei Diebstahlsdelikten ist es besonders wichtig, dass Verbraucher drauf achten, dass ihr Tarif auf die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“ verzichtet. Denn wird ein Schaden aufgrund grob fahrlässigen Verhaltens herbeiführt, erhält man unter Umständen keinen Cent von seiner Hausratversicherung. Hier reicht es schon aus, wenn die Diebe über ein nicht ordnungsgemäß verschlossenes Fenster in die Wohnung gelangen oder die Tür nicht richtig verriegelt war.

Tarife, welche die grobe Fahrlässigkeit mitversichern, können über unseren Vergleichsrechner gefiltert werden. Die Absicherung macht aus unserer Sicht sehr viel Sinn, da im Schadenfall unnötige Streitereien vermieden werden.

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