Online Versicherungen & Finanzen vergleichen
Mo. – Fr. 9:00 – 19:00 Uhr
und nach Vereinbarung
089 - 519 19 743
Wir sind für Sie da:

Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für 2020

Wichtige Grenzwerte in der Sozialversicherung für das Jahr 2020

Wie in den letzten Jahren auch, wird die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenkasse sowie die Versicherungspflichtgrenze für den Wechsel in die PKV auch im Jahr 2020 angepasst. Und zwar nicht nach unten sondern wie meistens nach oben. Die Werte sind für besserverdienende Arbeitnehmer und auch deren Arbeitgeber sehr wichtig.

Beitragsbemessungsgrenze Versicherungspflichtgrenze 2020

Jedes Jahr ändern sich die Beitragssätze in der Sozialversicherung und damit auch der Beitrag!

Denn die Beiträge, für die gesetzliche Krankenkasse sowie die Pflegepflichtversicherung werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual erhoben. Steigt die Grenze an, wird es für alle die heute schon darüber liegen teurer.

Auch die Versicherungspflichtgrenze ist ein wichtiger Wert. Sie bestimmt wer sich als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse versichern darf.

Wenn ein Angestellter darüber liegt, hat er die Möglichkeit in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Sollte er durch die Erhöhung wieder darunter fallen, muss er je nach Versicherungsdauer in der PKV wieder zurück in die gesetzliche Krankenkasse.

Wechsel in die private Krankenversicherung!

Wer als Angestellter mit seinem Brutto-Einkommen voraussichtlich die Versicherungspflichtgrenze von 62.550 € im Jahr 2020 überschreitet, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Im Jahr 2019 lag die Grenze noch bei 60.750 €. Wie aus der Entwicklung zu erkennen ist, wurde die Versicherungspflichtgrenze in den letzten Jahren laufend angehoben.

Entwicklung Versicherungspflichtgrenze:

JahrVersicherungspflichtgrenzeEntwicklung zum Vorjahr
202062.550 €+ 2,96 %
201960.750 €+ 2,27 %
201859.400 €+ 3,13 %
201757.600 €+ 2,40 %
201656.250 €+ 2,45 %
201554.900 €+ 2,52 %
201453.550 €+ 2,58 %
201352.200 €+ 2,65 %
201250.850 €+ 2,72 %

Unterschied Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze

Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze orientiert sich traditionell an der durchschnittlichen Lohnentwicklung in Deutschland. Sie hat auch Auswirkungen auf die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Im Jahr 2020 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 56.250 € und demnach unter der Versicherungspflichtgrenze.

Wer als Angestellter ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze hat, muss nur bis zu dieser Grenze Sozialversicherungsbeiträge für die gesetzliche Krankenkasse und die Pflegepflichtversicherung leisten. Der Höchstbetrag für die gesetzliche Krankenkasse (GKV) liegt demnach für freiwillig Versicherte bei 684,38 € pro Monat.

Zudem müssen gesetzlich Versicherte noch mit einem Zusatzbeitrag rechnen, den die jeweilige Krankenkasse individuell erhebt. Dieser liegt durchschnittlich bei 1,1 % und damit bei monatlich 51,56 €. Der Zusatzbeitrag wird seit 2019 zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen werden.

Für die Pflegepflichtversicherung werden noch weitere 154,69 € fällig, wenn man über 23 Jahre alt und kinderlos ist.

Arbeitnehmer haben den Vorteil, dass die Krankenversicherung vom Arbeitgeber bis zu einer Höhe von 367,97 € bezuschusst wird. Für die Pflegepflichtversicherung erhält man maximal 71,48 €. Diese Zuschüsse bekommt auch ein privat krankenversicherter Arbeitnehmer.

Redaktionstipp!

Wer sich als Angestellter für den Wechsel in die private Krankenversicherung entscheidet, erhält ebenfalls den Arbeitgeberzuschuss zu seiner PKV. Dieser beträgt maximal den Teil, welcher auch für die gesetzliche Kranken- und Pflegepflichtversicherung fällig gewesen wäre.

Gerade als junger Mensch könnte bei gleichzeitiger Überschreitung der Versicherungspflichtgrenze ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll sein. Denn die Leistungen in der PKV übersteigen die der gesetzlichen Kassen deutlich und zudem ist in vielen Fällen noch eine Beitragsersparnis möglich.


Jetzt Vergleich private Krankenversicherung anfordern

Die Angst, dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung steigen und dann im Alter nicht mehr bezahlbar sind, ist in den meisten Fällen unbegründet. Wie man an der Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzlichen Krankenkassen sehen kann, steigen die Beiträge für die GKV ebenfalls.

Darüber hinaus werden durch Gesundheitsreformen laufend die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gekürzt. Das Problem hat ein privat Krankenversicherter nicht. Festgehalten werden muss, dass Beitragssteigerungen sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung vorkommen. Interessanterweise unterscheiden sich die Steigerungen nicht wirklich.

Entwicklung Beitragsbemessungsgrenze GKV:

JahrBeitragsbemessungsgrenzeEntwicklung zum Vorjahr
202056.250 €+ 3,31 %
201954.450 €+ 2,54 %
201853.100 €+ 1,72 %
201752.200 €+ 2,65 %
201650.850 €+ 2,73 %
201549.500 €+ 1,85 %
201448.600 €+ 2,58 %
201347.250 €+ 2,65 %
201245.900 €+ 2,94 %

Beitragssätze der Sozialversicherungen 2020

Der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenkasse bleibt unverändert bei 14,6 %. Die Arbeitslosenversicherung wurde um 0,1 % auf damit 2,4 % abgesenkt. Bei der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung bleibt es ebenfalls bei 3,05 % (plus 0,25 % für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr).

Die gesetzlichen Krankenkassen sind einem immer größeren Wettbewerb ausgesetzt und erheben noch einen sogenannten Zusatzbeitrag. Dieser beläuft sich je nach Anbieter auf bis zu 1,7 %. Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung ist bei 18,6 % geblieben.

Beitragssätze Sozialversicherung für das Jahr 2020:

SozialversicherungBeitragssatz
Gesetzliche Rentenversicherung18,6 %
Gesetzliche Krankenkasse14,6 % (ermäßigt 14,0 %)
ArbeitslosenversicherungWahrscheinlich Senkung auf 2,4 %
Gesetzliche Pflegepflichtversicherung3,05 % (plus 0,25 % = 3,3 % für Kinderlose)

Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung erhebt ab dem Jahr 2020 Beiträge bis zur Einkommensgrenze von 82.800 € im Westen und 77.400 € im Osten. Diese Werte wurden bislang noch nicht einander angeglichen, so dass wir noch keine bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland haben. Trotz der steigenden Beiträge für Besserverdiener reicht die gesetzliche Rente im Alter nicht mehr aus. Eine zusätzliche Vorsorge ist für jeden unabdingbar.

Weitere interessante Themen:

  1. Private Krankenversicherung sinnvoll
    Private Krankenversicherung Private Krankenversicherung: Sinnvoll oder eher nicht?

    Was Verbraucher für die Entscheidung berücksichtigen sollten! Nicht für jeden ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung sinnvoll! Doch pauschal zu behaupten, dass...

    weiterlesen »
  2. Private Krankenversicherung Test
    Private Krankenversicherung Private Krankenversicherung Test

    Welche PKV die besten Testergebnisse erreichen konnte! Welche private Krankenversicherung hat im Test überzeugt? Diese Frage stellen sich vor allem Verbraucher die ihre...

    weiterlesen »
  3. Gesetzlich oder privat versichern
    Private Krankenversicherung Entscheidung: Gesetzlich oder privat versichern?

    Wo liegen die Unterschiede zwischen der GKV und PKV? In Deutschland sind über 8,5 Millionen Menschen privat krankenversichert. In den Genuss einer privaten Krankenversicherung...

    weiterlesen »
  4. Arbeitgeberzuschuss private Krankenversicherung
    Private Krankenversicherung Arbeitgeberzuschuss

    Wer als Angestellter in die private Krankenversicherung wechselt, erhält von seinem Arbeitgeber einen steuerfreien Zuschuss zu seiner PKV. Man spricht hier vom Arbeitgeberzuschuss...

    weiterlesen »
  5. Ratgeber PKV
    Private Krankenversicherung Ratgeber - Private Krankenversicherung

    8 Punkte die beim Abschluss einer PKV wichtig sind! Wenn man sich entschlossen hat einer privaten Krankenversicherung beizutreten, ist es wichtig zu wissen, das privat nicht...

    weiterlesen »
Zum Seitenanfang

Ihre Angaben für einen kostenlosen Rückruf

Nach Absenden des Formulars meldet sich ein Mitarbeiter per Telefon und E-Mail bei Ihnen. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Datenschutzerklärung einsehen

Ihre Daten werden
sicher übertragen

* Pflichtfelder