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Private Krankenversicherung für Angestellte

Ist die PKV für Angestellte und Arbeitnehmer sinnvoll oder nicht?

Für besserverdienende Arbeitnehmer und Angestellte stellt sich ab einem voraussichtlichen Bruttojahreseinkommen von 59.400 € (Jahr 2018) die Frage nach dem Wechsel in die private Krankenversicherung. Die Zugangsvoraussetzungen wurden im Jahr 2011 wieder vereinfacht, denn die Prüfung der sogenannten Versicherungsfreiheit bezieht sich nicht mehr wie davor auf das Einkommen der Vorjahre, sondern es wird eine vorausschauende Betrachtung der nächste 12 Monate angewendet.

Aber welche Vorteile bringt der Wechsel in die PKV überhaupt? Und ist eine private Krankenversicherung sinnvoll für Angestellte oder eher nicht? Die Fragen möchten wir mit diesem Beitrag gerne beantworten.

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Die Krankenversicherungspflicht und die Einkommensgrenze

Jeder Arbeitnehmer oder Angestellte ist automatisch sozialversicherungspflichtig – bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze, die jährlich separat für die Renten- und Krankenversicherung festgelegt wird. Übersteigt das Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze für die Krankenversicherung, können diese Arbeitnehmer einen Wechsel in die PKV in Erwägung ziehen.

Private Krankenversicherung Angestellte

Für gut verdienende Angestellte kann sich ein Wechsel in die private Krankenkasse lohnen!

Für das Jahr 2017 wurden 57.600 Euro Bruttoeinkommen pro Jahr als allgemeine Grenze festgelegt und 52.200 Euro als besondere, die für bereits seit 31.12.2002 privat Krankenversicherte gilt.

Beim Einkommen wird immer vorausschauend für das komplette Kalenderjahr geprüft, ob die Einkommensgrenze überschritten wird.

Selbstverständlich werden Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei der Berechnung mitberücksichtigt. Bei der Prüfung der Versicherungsfreiheit wird differenziert, in welcher Phase des Berufslebens die Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu erwarten ist:

  • Zu Beginn der beruflichen Laufbahn:
    Ein Studienabsolvent tritt zum 1.7.2017 seinen ersten Anstellungsvertrag an. Sein Monatsgehalt beträgt zwar nur 4.350 Euro, allerdings erhält er laut Vertrag als Urlaubsgeld ein komplettes und als Weihnachtsgeld ein halbes Gehalt zusätzlich. Es ergibt sich also ein künftiges Jahresbruttoeinkommen von 58.725 Euro. Unter diesen Voraussetzungen kann der Absolvent sofort mit Eintritt ins Berufsleben in die private Krankenversicherung wechseln.
  • Im Laufe des Berufslebens:
    Verdient ein Angestellter aktuell pro Monat 4.850 Euro, überschreitet er die geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze für 2017. Um zum 1.1.2018 in die PKV wechseln zu können, muss das Einkommen voraussichtlich auch im Jahr 2018 die dann geltende Grenze übersteigen.
    Ein anderer Mitarbeiter verdient von Januar bis einschließlich November 2017 jeweils 3.100 Euro pro Monat, im Dezember greift eine Gehaltserhöhung, sodass er ab dann 4.450 Euro monatlich sowie ein Monatsgehalt als Weihnachtsgeld erhält. Da die Jahresarbeitsentgeltgrenze nach der Gehaltserhöhung überschritten wird, ist ein Wechsel zum 1.1.2018 möglich, sollte die dann geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze ebenfalls übertroffen werden.
  • Beim Wechsel des Arbeitgebers:
    Hier gelten dieselben Regeln wie zu Beginn des Berufslebens.

Sinn oder Unsinn: Entscheidung zwischen zwei Systemen!

Der Wechsel in die PKV bedeutet auch ein Systemwechsel: Im Gegensatz zu der solidarisch und im Umlageverfahren finanzierten GKV erhält in der PKV jeder Versicherte einen separaten Vertrag, der speziell auf seine Voraussetzungen zugeschnitten wird. Neben dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand wirken sich auch der Beruf und der gewünschte Leistungsumfang auf den zu zahlenden Beitrag aus.

Die Leistungen lassen sich so zusammenstellen, wie es den persönlichen Ansprüchen und den individuellen finanziellen Möglichkeiten entspricht – angefangen von einem Umfang entsprechend der GKV über solide und kompakte Pakete bis hin zur Premium-Variante inklusive Privatarzt.

So gestaltet sich das Beitragsniveau eben nicht in Abhängigkeit vom Einkommen, wie das in der GKV üblich ist, sondern hängt vom individuellen Risiko und dem Versicherungsumfang ab: Je jünger der Versicherte beim Wechsel ist, desto niedriger sind die Versicherungsbeiträge, was die Einsparungen im Vergleich zur GKV erhöht.

Die Beitragsentwicklung hängt in der Folge wiederum von der Kostenentwicklung im Tarif ab. Können diese nicht mehr gedeckt werden, darf die Krankenversicherung die Beiträge anpassen. In der Regel werden diese Erhöhungen nicht jährlich, sondern in größeren Abständen durchgeführt, was durchaus zu Beitragssprüngen führen kann.

Redaktions-Tipp!

Privatversicherte sind Beitragsanpassungen nicht hilflos ausgeliefert: Es steht jedem gesetzlich zu, innerhalb der Tarifwelt der eigenen Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Und das bei vollem Erhalt der Altersrückstellungen und ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Im Gegensatz dazu steht dem gesetzlich Versicherten nur der generelle Wechsel der Krankenkasse offen, um wenigstens den günstigsten Zusatzbeitrag für ein ansprechendes Leistungspaket auswählen zu können.

Fazit – GKV oder PKV?

Es gibt eine ganze Reihe von Argumenten für einen Wechsel in die private Krankenversicherung, die von den kürzeren Wartezeiten auf einen Termin und in der Praxis bis hin zu höherwertigen Leistungen reichen. Trotzdem sollte die Entscheidung gut überlegt werden: Da jeder Versicherte einen eigenen Vertrag erhält, ist also nicht nur die berufliche, sondern auch die Familienplanung zu berücksichtigen. Hier empfiehlt sich zunächst ein umfassender Tarifvergleich um zu sehen welche Prämienhöhe auf einen zukommen.

Fakt ist, wer einmal die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung genossen hat, wird sich schwer mit dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung tun. Auch das Argument der hohen Beiträge im Alter verfängt nicht, da einerseits Rückstellungen gebildet werden und andererseits auch hier die Möglichkeiten der Tarifoptimierung in Anspruch genommen werden können.

Angestellte und Arbeitnehmer, die die Möglichkeit zum Wechsel haben, sollten die Vor- und Nachteile gründlich abwägen (Mehr unter: Gesetzlich oder Privat versichern).

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