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Soll man eine Rechtsschutzversicherung abschließen: Ja oder nein?

Rechtsschutzversicherung 16. Februar 2016

Wie wichtig ist eigentlich eine private Rechtsschutzversicherung? Ist diese wirklich notwendig, oder kann darauf verzichtet werden? Fakt ist, wer seine rechtlichen Interessen durchsetzen möchte, kommt oftmals nicht um eine gerichtliche Entscheidung oder eine außergerichtliche Einigung herum.

Rechtsschutzversicherung ja oder neinDiejenigen, die noch nie vor Gericht waren, können sich meistens nicht vorstellen, dass sie selbst einmal betroffen sein könnten. Und doch kann jeder auch unverschuldet in einen Rechtsstreit gelangen, wie wir gleich sehen werden.

Und die Gebühren für Anwälte und die Gerichtskosten können auch bei kleineren Auseinandersetzungen ein paar tausend Euro an Kosten verursachen.

Die Frage vor jedem Abschluss einer Versicherung ist immer, wie groß ist eigentlich das Risiko? Die Frage, ob man als Verbraucher zu einer Rechtsschutzversicherung nun ja oder nein sagen sollte, kann man sich nach unserem Beitrag hoffentlich besser beantworten.

Gründe für eine Rechtsschutzversicherung

Eine günstige Rechtsschutzversicherung für Familien mit den Bausteinen Privat, Beruf und Verkehr erhalten Verbraucher bereits ab einer Jahresprämie von 140 €. Bereits ein kleiner Gerichtsprozess mit 2 Anwälten und Beweisführung kann vor einem Arbeitsgericht schnell 3.000 € – 4.000 € an Kosten für den Arbeitnehmer verursachen.

Das entspricht umgerechnet circa 22 Versicherungsjahresprämien. Oder anders gesagt, dafür erhält ein Verbraucher für 22 Jahre Versicherungsschutz. Und dabei muss man in arbeitsrechtlichen Prozessen nicht einmal selbst schuld sein. Es könnte der Fall eintreten, dass eine Firma seine Mitarbeiter kündigen muss, weil beispielsweise eine Geschäfts-Filiale geschlossen wird.

Nun kann das jeder einfach hinnehmen oder man erhebt eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht und versucht die Situation für sich zu verbessern. So dass man sich beispielsweise eine noch bessere Abfindung aushandelt. Die Kosten hierfür übernimmt die Rechtsschutzversicherung mit dem Baustein Beruf.

Vorsicht bei Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber!

Im Arbeitsrecht müssen die eigenen Kosten in erster Instanz, egal wie der Verfahrensausgang ist von jeder Partei selbst getragen werden. Damit bleiben Verbraucher auch bei einem Sieg auf Teile der Kosten sitzen, wenn sie keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben.

Privatrechtsschutz (Vertragsrecht)

Als weiteres Beispiel könnte ein Mangel an einem gekauften PKW dazu führen, dass sich ein Verbraucher sein Recht vor Gericht erstreiten muss.

Da die Gebühren sich bei Rechtsstreitigkeiten immer nach der Höhe des Streitwertes richten, können bei einem Streitwert von 13.000 € und einer Klage durch 2 Instanzen schnell bis zu 13.000 Euro an Gebühren für Anwälte, das Gericht und woran viele nicht denken an Sachverständigenkosten fällig werden.

Diese werden, für den Fall dass Prozess verloren oder ein Vergleich vereinbart wird, von der privaten Rechtsschutzversicherung übernommen.

Verkehrsrechtsschutz (Schadenersatzklagen)

Fast jeder ist im Verkehr unterwegs. Und keiner kann von sich behaupten nicht einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Meistens muss in so einem Fall eine Schadenersatzklage geben den Unfallgegner erhoben werden.

Hier kann es zu Forderungen angefangen vom Schmerzensgeld, Verdienstausfall bis hin zu lebenslangen Rentenzahlungen kommen. Und auch bei einem Verkehrsunfall muss man nicht schuld sein.

Verkehrsrechtsschutz ist fast immer wichtig!

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung kann man für sich alleine bereits ab 65 € Jahresprämie online abschließen. Da bei schweren Verkehrsunfällen oftmals hohe Schadenersatzforderungen gelten gemacht werden müssen, kann diese Art der Rechtsschutzversicherung existenziell wichtig werden!

Welche Kosten werden von der Rechtsschutzversicherung übernommen?

Wenn ein Versicherungsfall eintritt übernimmt die Rechtsschutzversicherung folgende Kosten:

  • Anwaltskosten
  • Kosten und Gebühren für das Gericht
  • Eventuelle Sachverständigenkosten für die Beweisführung
  • Auslagen für Zeugen (z.B. Reisekosten)

Bei einer Niederlage oder einem Vergleich werden auch die Kosten der Gegenseite übernommen. Denn gerade bei einer unverhofften Niederlage müssen (außer im Arbeitsrecht) die eigenen Kosten und die der Gegenseite bezahlt werden.


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Gründe gegen eine Rechtsschutzversicherung

Es sprechen selbstverständlich auch Gründe gegen eine Rechtsschutzversicherung. Denn in manchen Bereichen erhalten Verbraucher auch ausreichenden Rechtsschutz über berufsständische Verbände sowie Mietervereine.

Wer beispielsweise in einer Gewerkschaft ist, kann in Sachen Arbeitsrecht auf den Rechtsbeistand durch die Gewerkschaft bauen.

Die Beauftragung eines eigenen Anwalts muss im Vorfeld mit dem jeweiligen Institut abgeklärt werden. Das ist meistens nicht in der Leistung mit inbegriffen.

Mietervereine als Alternative zum privaten Mietrechtsschutz

Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern sind keine Seltenheit. Wer allerdings in einem Mieterverein ist, benötigt nicht den Baustein Mietrechtsschutz in der Rechtsschutzversicherung (dieser kann nur in Verbindung mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden). Denn das wird meistens sehr gut über die Vereine abgedeckt.

Mieterverein und Gewerkschaften als echte Alternative

Für die Bereiche Arbeitsrecht können sich auch die Gewerkschaften eignen. In Sachen Mietrecht ist der Mieterverein eine echte Alternative. Die anderen wichtigen Bereiche wie Privat und Verkehr decken die beiden Institutionen allerdings nicht ab.

Rechtsschutzversicherung als zweite Wahl

Wer sich über das für und wider einer Rechtsschutzversicherung Gedanken macht und sonst noch keine andere Versicherung hat, sollte zuerst wichtigere Versicherungen als die Rechtsschutzversicherung ins Auge fassen.

Dazu gehören die private Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die Hausrat- und Gebäudeversicherung (letztere nur für Eigentümer). Und Familien mit Kindern benötigen eine Risikolebensversicherung.

Erst wenn diese Risiken gedeckt sind und noch Budget übrig ist, sollte eine private Rechtsschutzversicherung ins Auge gefasst werden. Denn oftmals (außer beim Verkehrsrechtsschutz) tut der Schaden der durch einen Rechtsstreit ausgelöst wird zwar weh, zerstört aber nicht die Existenz.

Zusammenfassung

Verbraucher die sich Fragen:“ Private Rechtschutzversicherung ja oder nein?“ sollten überlegen, ob sie im Falle eines Rechtsstreits die Kosten hierfür tragen können oder wollen. Selbst wenn man die Kosten für einen Rechtsstreit tragen kann, ist in der Regel die Rechtsschutzversicherung im Vergleich so günstig, dass die Prämien um ein vielfaches günstiger sind, als wenn die Kosten für den Rechtsstreit selbst getragen werden müssen.

Als zusätzliche Überlegung sollte bedacht werden, dass zuerst größere Risiken, welche die Existenz bedrohen können abgedeckt werden. Hierzu zählt unter anderem die Rechtsschutz und Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn diese Risiken abgedeckt sind, sollten Verbraucher auf jeden Fall eine Rechtsschutzversicherung abschließen.

Wie immer ist wichtig, die Preise und Leistungen der Gesellschaften zu vergleichen. Dazu haben wir auf unserer Internetseite einen kostenlosen und unverbindlichen Vergleichsrechner für die Rechtsschutzversicherung. Auf Wunsch können Verbraucher hier direkt online eine Rechtsschutzversicherung beantragen und abschließen.


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von Björn Maier

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