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Private Rentenversicherung: Sinnvoll oder eher nicht?

Lohnt sich eine private Rentenversicherung überhaupt als Vorsorge?

Eine private Rentenversicherung ist für viele Verbraucher das Mittel der Wahl, um sich zusätzlich eine Altersvorsorge aufzubauen. Einige Verbraucherschützer und Journalisten behaupten allerdings, dass eine private Rentenversicherung nicht sinnvoll sei.

Private Rentenversicherung sinnvoll

Eine lebenslange Rentezahlung kann nur eine Rentenversicherung darstellen!

Die Begründung: Es würde in vielen Fällen zu lange dauern, bis das aufgebaute Kapital in Form der monatlichen Rentenzahlung komplett an die Versicherten zurückfließt.

Andere wiederum kritisieren, dass sich die private Rentenversicherung aufgrund der geringen Zinsen nicht lohnen würde.

Doch was steckt eigentlich genau hinter diesen Kritiken und ist eine private Rentenversicherung nun sinnvoll oder eher nicht, um für das Alter vorzusorgen? Wir möchten mit diesem Beitrag Verbrauchern die Vor- und Nachteile dieser Vorsorgeform erläutern, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Die Grundidee der privaten Rentenversicherung

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, welche Grundidee hinter einer Rentenversicherung steht. Dabei ist es erst einmal egal, ob wir von der gesetzlichen oder privaten Rentenversicherung ausgehen. Denn der Sinn dieser Art der Vorsorge ist, den Versicherten eine lebenslange Rente zu ermöglichen.

Auch wenn es für den Versicherer bedeutet, dass er die Rentenzahlung bis zu seinem 101. Lebensjahr leisten muss. Für viele Verbraucher kann diese Vorsorgeform durchaus sinnvoll sein, denn niemand kennt seine tatsächliche Lebenserwartung.

Verbraucher unterschätzen ihre Lebenserwartung!

Nur 13 % der 16 – 39 Jährigen kann sich vorstellen 90 Jahre alt zu werden. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit in dieser Altersgruppe bei 71 Prozent, dieses hohe Alter zu erreichen. Das war das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipos im Auftrag eines großen deutschen Versicherers.

Es existieren auch nur zwei Möglichkeiten eine lebenslange Rentenzahlung zu erhalten. Zum einen über die gesetzliche Rentenversicherung und zum anderen über die privaten Lebens- und Rentenversicherer.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bündeln die privaten Versicherer das Kapital ihrer Kunden, welches für die lebenslange Rentenzahlung dann sinnvoll angelegt und ausgezahlt wird. Damit die Versicherten möglichst hohe Renten erhalten, haben die privaten Rentenversicherer folgende Stellschrauben:

  • Zinsgewinne: Die private Rentenversicherung investiert das Kapital ihrer Kunden am Kapitalmarkt und erwirtschaftet damit eine sichere Verzinsung. Deshalb sollten Verbraucher auf kapitalstarke Unternehmen setzen.
  • Kosten: Je geringer die Vertragskosten der privaten Renten-Tarife ausfallen, desto höher ist die Rente. Wer einen günstigen Tarif finden möchte, sollte die Anbieter vergleichen (Mehr unter: Private Rentenversicherung Vergleich)
  • Risikogewinne: Ein weiterer Ertrag, den nur Versicherer erwirtschaften können, entsteht durch den Risikogewinn. Dieser kommt – auch wenn es sich moralisch bedenklich anhört – durch das vorzeitige Ableben der Versicherten zustande. Dieser Gewinn wird zu 90 % den Rentenversicherten gutgeschrieben und erhöht somit zusammen mit der Verzinsung die Rentenzahlung jedes Versicherten.

Gerade der Risikogewinn verschafft den Lebens- und Rentenversicherern gegenüber Banken einen enormen Vorteil, da diese solche Erträge nicht erwirtschaften.

Dazu kommt bei einem Bankauszahlplan noch das Problem dazu, dass dieser im Vergleich zur privaten Rentenversicherung endet, wenn das Kapital aufgebraucht ist. Durch den Zusammenschluss vieler Versicherten ist die Idee der privaten Rentenversicherung aufgrund des Risikogewinns sehr sinnvoll.

Redaktions-Tipp!

Im Alter ist es wichtig sein Grundeinkommen über lebenslange Rentenzahlungen zu finanzieren, da niemand genau weiß, wie hoch seine persönliche Lebenserwartung ist. Dafür eignet sich neben der gesetzlichen vor allem eine private Rentenversicherung. Ein zusätzliches Einkommen kann dann über andere Einnahmequellen wie Immobilien, Investmentdepots oder andere Bankprodukte erzielt werden.


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Private Rentenversicherung: Vergleich mit anderen Sparformen!

Selbstverständlich wird die private Rentenversicherung mit alternativen Sparformen wie Bank- oder Fondsprodukten verglichen. Und man stellt sich dann die Frage, ob sie wirklich sinnvoll ist oder eben nicht?

Um das beurteilen zu können, ist es zunächst wichtig die Funktionsweise einer privaten Rentenversicherung zu verstehen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen:

  • Sofortbeginnende Rentenversicherung: Bei der sofortbeginnenden Rente wird ein einmaliger Geldbetrag eingezahlt und man erhält dafür eine lebenslange Rente.
  • Aufgeschobene Rentenversicherung: Bei der aufgeschobenen Rentenversicherung spart der Kunde das Kapital für die Rentenzahlung beim Versicherer an und erhält dann auf Wunsch eine lebenslange Rente.

Grundsätzlich könnten Verbraucher das Kapital für eine lebenslange Rentenzahlung auch über andere Sparformen – wie beispielsweise Investmentfonds – ansparen und im Rentenalter dann in eine sofortbeginnende Rentenversicherung einzahlen.

Diese Rechnung geht allerdings nur bedingt auf und ist meistens nicht sehr sinnvoll. Denn bevor man das angesparte Kapital in die private sofortbeginnende Rentenversicherung investiert, müssen zuvor die Erträge versteuert werden.

Bei einem Fondssparplan beispielsweise mindert die Abgeltungssteuer die Auszahlung an den Verbraucher. Damit steht für die Einzahlung in eine sofortbeginnende Rente weniger Kapital zur Verfügung, was sich direkt negativ auf die Rentenzahlung auswirkt.

Anders bei einer aufgeschobenen Rentenversicherung: Bei ihr kann das angesparte Kapital direkt und ohne steuerliche Abzüge für die lebenslange Rentenzahlung verwendet werden.

Redaktions-Tipp!

Die meisten privaten Rentenversicherungen bieten dem Kunden die Möglichkeit einer Kapitalauszahlung an. Mit dieser Option bleiben die Versicherten flexibel und können im Rentenalter entscheiden, ob sie das Kapital oder eine lebenslange Rentenzahlung möchten.

Private Rentenversicherung: Sinnvoll wegen der Steuervorteile!

Die Rentenzahlung selbst unterliegt nur der sehr geringen Ertragsanteilsbesteuerung. Damit haben Verbraucher im Gegensatz zu alternativen Sparanlagen einen weiteren Vorteil bei der privaten Rentenversicherung. Auch die einmalige Kapitalauszahlung wird ab dem 62. Lebensjahr steuerlich begünstigt (Mehr Informationen unter: Private Rentenversicherung Steuer).

Nachteil der geringen Verzinsung

Wenn Kritiker über die private Rentenversicherung schreiben, wird oft das Bild einer schlecht verzinsten Sparanlage vermittelt. Richtig ist, dass die Versicherer sich auch nicht dem Kapitalmarkt entziehen können und ebenfalls unter der lang anhaltenden Niedrigzinsphase leiden.

Lohnt sich eine private Rentenversicherung

Der Niedrigzinsphase können sich Lebens- und Rentenversicherer nicht komplett entziehen!

Das führte dazu, dass die durchschnittliche Gesamtverzinsung laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (kurz GDV) im Jahr 2016 auf rund 3,56 Prozent zurückgegangen ist. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 lag diese noch bei 5 %.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass es sich bei einer klassischen privaten Rentenversicherung um ein sicheres Produkt mit einer Garantie handelt und andere Sparformen in dieser Risikoklasse, wie beispielsweise Banksparpläne mit weit unter 1 %, wesentlich schlechter verzinst sind. Aus diesem Blickwinkel erscheint die private Rentenversicherung wieder sinnvoll.

Höhere Rendite über fondsgebundene Rentenversicherungen

Verbraucher können mit einer privaten Rentenversicherung höhere Renditen erzielen. Gerade für Jüngere – bis zum 45. Lebensjahr – ist es oft sinnvoller das Kapital für die Rentenzahlung über Investmentfonds aufzubauen. Hierfür haben die Lebens- und Rentenversicherer die Möglichkeit der privaten fondsgebundenen Rentenversicherung geschaffen.

Das birgt zwar auch gewisse Risiken, allerdings auch die Chance auf höhere Erträge. Besonders bei langen Laufzeiten sind die Risiken allerdings überschaubar. Wer das Risiko allerdings gänzlich scheut, kann auch auf eine fondsgebundenen Rentenversicherung mit einer Beitrags-Garantie ausweichen.

Redaktions-Tipp!

Es gibt nicht nur die klassische private Rentenversicherung um Kapital für die lebenslange Rentenzahlung aufzubauen. Verbraucher haben mittlerweile die Wahl aus fünf verschiedenen privaten Rentenversicherungsvarianten (Mehr unter: Arten der privaten Rentenversicherung).


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Vertragskosten schmälern Rendite

Neben der Rendite sollten Verbraucher auch die Vertragskosten im Blick haben. Auf diese Position haben es ebenfalls viele Kritiker abgesehen. Dass alle Tarife zu teuer sind, kann aus unserer Sicht nicht bestätigt werden. Grundsätzlich sollten Verbraucher günstige Tarife bevorzugen. Die Kosten der Tarife können in den Angeboten der Anbieter nachgelesen werden.

In den sogenannten Produktinformationsblättern wird über die Abschlusskosten, sowie die laufenden Verwaltungskosten informiert. Um nicht eine zu teure private Rentenversicherung abzuschließen, ist es sinnvoll einen Tarifvergleich durchzuführen. Denn gerade die unterschiedliche Höhe der laufenden Verwaltungskosten spiegeln sich im Endergebnis verschiedener Anbieter wider.

Vorsicht Falle!

Die Abschlusskosten der privaten Rentenversicherungen werden in den ersten 5 Jahren mit den Beiträgen verrechnet. Das führt dazu, dass in den ersten Jahren das Guthaben auch bei einer positiven Verzinsung geringer ist, als das eingezahlte Sparkapital.

Wer seine private Rentenversicherung allerdings bis zum Rentenbeginn bespart, muss sich über die Abschlusskosten weniger Gedanken machen. Negative Auswirkungen haben nur vorzeitige Kündigungen, da der Verbraucher in diesem Fall zu viel für seine private Rentenversicherung bezahlt hat.

Die Kosten für die laufende Vertragsverwaltung können 0,5 % pro Jahr oder auch 1 Prozent und mehr betragen. Dieser Prozentsatz, der jährlich aus dem Vertragsguthaben der privaten Rentenversicherung entnommen wird, hat eine ganz erhebliche Auswirkung auf die Ablaufleistung und schließlich auf die Rente.

Diese Tatsache ist vielen Verbrauchern überhaupt nicht bewusst, da die meisten ausschließlich auf die Abschlusskosten schauen. Doch gerade bei den Verwaltungskosten kann man richtig sparen.

  • Ein Beispiel: Bei einem Beitrag von 200 € monatlich und einer Laufzeit von 30 Jahren, würde bei einer Rendite von 5 % pro Jahr mit 0,5 Prozent Veraltungskosten eine Ablaufleistung von 149.986 € zustande kommen. Wenn die Veraltungskosten hingeben bei 1 Prozent pro Jahr liegen, bleiben am Ende nur 137.520 € übrig. Das wären 12.465 € weniger.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die privaten Rentenversicherungen zu vergleichen. Man sollte allerdings auch nicht den Fehler begehen und die Tarife ausschließlich anhand der Kosten zu beurteilen. Weitere Kriterien, wie die Finanzstärke eines Versicherers gehören genauso dazu, wie die Gestaltung der Vertragsbedingungen.

Es darf nicht vergessen werden, dass günstige Versicherer unter Umständen weniger Gewinn einfahren und damit vielleicht auch eine geringere Eigenkapitalausstattung vorweisen, was sich wiederum direkt auf die Kapitalstärke und damit die Sicherheit eines privaten Rentenversicherers auswirkt.

Fazit: Rentenversicherung sinnvoll: Ja oder nein?

Kritik in einem gesunden Maße schadet sicherlich nicht. Bestimmt ist eine private Rentenversicherung nicht für jeden eine sinnvolle Altersversorgung. Doch die meisten Verbraucher sind im Rentenalter auf eine lebenslange Rentenzahlung angewiesen. Denn niemand kann vorhersehen, wann er das Zeitliche segnet. Und eine lebenslange Rente können nur private Rentenversicherer und die gesetzliche Rentenversicherung darstellen.

Da die gesetzliche Rente selbst für ein Grundeinkommen im Alter nicht ausreichend ist, müssen Verbraucher auf die private Rentenversicherung zurückgreifen. Vorausgesetzt sie wünschen eine lebenslange Zahlung ohne wenn und aber. Dieser Vorteil sollte nicht mit einer Rendite eines anderen Sparprodukts verglichen werden, da die wirkliche Rendite der privaten Rentenversicherung erst beim Ableben zum Vorschein kommt.

Das Hauptargument für eine private Rentenversicherung ist und bleibt die lebenslange Zahlung, die nur in Form eines großen Versichertenkollektivs ermöglicht werden kann. Zusätzliche Einkommen können gerne über alternative Sparanlagen generiert werden. Wer eine gute und günstige private Rentenversicherung sucht, sollte zuvor einen Tarifvergleich durchführen, um einen sinnvollen Tarif zu finden.

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