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Statistik 2020: Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

Statistik 2020: Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit
In nahezu jedem dritten Fall sind psychische Erkrankungen die Ursache einer Berufsunfähigkeit.

Vor kurzem erschien das neue „M&M Rating Berufsunfähigkeit“ des Analysehauses MORGEN & MORGEN. Neben vielen anderen Kennzahlen wurden hierbei auch wieder die häufigsten Ursachen ausgewertet, die in den letzten Jahren zu einer Berufsunfähigkeit geführt haben.

Spitzenreiter bei den Ursachen sind demnach Nervenerkrankungen, wie beispielsweise psychische Erkrankungen, Burn-Out, Angststörungen und Depressionen. Im Jahr 2020 konnte fast jeder dritte BU-Fall einer dieser Ursachen zugeordnet werden. Auch der Gesamtverband der deutschen Versicherung (GDV) ist zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Häufigste Ursachen einer BU

Jeder fünfte BU Fall ist auf Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates zurückzuführen und fast ein Sechstel auf Krebs und andere bösartige Geschwulste. Unfälle hingegen waren nur bei jedem 12. Fall die Ursache einer Berufsunfähigkeit. Erkrankungen des Herz- und Gefäßsystems bei jedem 14. Fall.

Die häufigsten BU Ursachen 2020 im Vergleich zum Vorjahr

Ursachen20202019
Nerven- und psychische Erkrankungen32,70%29,65%
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates19,70%20,89%
Krebs und andere bösartige Geschwülste16,10%17,05%
Unfälle8,60%7,77%
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems7,00%7,03%
Sonstige Erkrankungen16,00%17,61%
Quelle: MORGEN & MORGEN 5/2020

Aufschlüsselung nach Altersklassen

Interessent wird es, wenn man die BU-Ursachen nach den Altersklassen betrachtet. Hierbei wurde festgestellt, dass psychische Erkrankungen in jüngeren und mittleren Jahren häufiger vorkommen als in der Altersgruppe Ü50. Schaut man 5 Jahre zurück, war dies noch genau andersherum.

Ebenfalls wurde festgestellt, dass die Ursache „Unfall“ bei den bis 40-jährigen rund dreimal so hoch ist wie bei der Ü50 Altersgruppe. Genau umgekehrt verhält es sich bei Herz- und Gefäßkrankheiten. Diese sind bei den älteren Personengruppe deutlich höher als bei jüngeren Leuten. Gleiches trifft zudem auf Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates zu.

Prozentuale Aufteilung nach Altersklassen

Ursachenbis 4041 bis 50ab 51
Nerven- und psychische Erkrankungen33,39%34,40%31,55%
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates18,11%19,11%20,26%
Krebs und andere bösartige Geschwülste14,15%17,38%16,19%
Unfälle14,14%7,29%5,18%
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems3,74%6,35%9,63%
Sonstige Erkrankungen16,45%15,49%17,19%
Quelle: MORGEN & MORGEN 5/2020

Psychische Erkrankungen haben stark zugenommen

Betrachtet man den Zeitraum seit 2008 so ist festzustellen, dass eine deutlich steigende Tendenz bei den psychischen Erkrankungen zu erkennen ist. Insgesamt stieg dieser Wert um ca. 40% auf einen neuen Höchststand.

Abgenommen haben hingegen die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sowie des Herzens und des Gefäßsystems. Relativ konstant mit nur leichten Schwankungen ist das Ergebnis bei Krebs und anderen bösartigen Geschwülsten.

Jeder Vierte ist Betroffen

Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, liegt bei 25 Prozent. Zu dem Ergebnis kam die Deutsche Aktuarvereinigung. Dazu hat sie die aktuellen Versichertenbestände ausgewertet.

Von vielen Verbrauchern wird das BU-Risiko allerdings unterschätzt. Und das kann weitreichende Folgen haben. In Deutschland gibt es seit 2001 keine Absicherung mehr bei Berufsunfähigkeit.

Jeder Berufstätige sollte deshalb eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Vor allem dann, wenn er mit seinem Einkommen den Lebensunterhalt finanzieren muss.

Das dürfe für die Allermeisten zutreffen.

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