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Teure Altersvorsorge wegen niedriger Zinsen

Altersvorsorge 18. Februar 2014

Das Zinsniveau ist entscheidend für den Preis der Altersvorsorge

Dass die gesetzliche Rente nicht mehr ausreicht, weiß mittlerweile fast jeder. Deshalb haben wir täglich Anfragen von Menschen, die etwas für Ihre private Altersvorsorge tun möchten. Doch in Zeiten niedriger Zinsen wird die Altersvorsorge für viele immer teurer.

Und die meisten können dadurch ihre Rentenlücke nicht mehr schließen. Warum das so ist und wie man damit umgehen kann, möchte ich in diesem Beitrag mal beschreiben.

Ein Durchschnittsverdiener benötigt circa 400.000 Euro an Kapital für seine Rente

Dazu nehmen wir einen 30 jährigen Single, der über ein jährliches Brutto-Einkommen von circa 45.000 Euro verfügt. Er ist angestellt und zahlt deshalb in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Unser Single wird unter diesen Rahmenbedingungen für seinen Ruhestand ungefähr eine halbe Million Euro benötigen. Nur dann wird er seinen Lebensstandard so weiterführen können wie bisher. Sehen wir uns mal an, wie man auf diese sehr große Zahl kommt.

Teure Altersvorsorge wegen niedriger Zinsen Unser Single wird bei seinem Brutto-Einkommen im Jahr 2014 ungefähr 2.200 Euro pro Monat netto verdienen.

Als Faustformel kann man sagen, dass zwischen 70% bis 80% des Nettoeinkommens für die Rente im Alter zur Verfügung stehen sollte.
Denn einige Ausgaben werden wegfallen, wie zum Beispiel das Sparen für die Altersvorsorge, Fahrtkosten oder auch Finanzierungsraten für das Eigenheim.

Wiederum andere Ausgaben können hinzukommen. Zum Beispiel durch Hobbys oder Urlaube für einen höheren Freizeitwert und auch die Gesundheitsausgaben werden aller Voraussicht nach steigen.

Die Inflation muss bei der Altersvorsorge mit berücksichtigt werden

Also benötigt unser Single im Alter circa 1.800 Euro pro Monat nach heutigem Stand. Das sollte sein Ziel für die Altersvorsorge sein. Da er noch 37 Jahre bis zu Rente hat, darf man bei der Berechnung der Rentenlücke die Inflation nicht vergessen. In den letzten 20 Jahren lag die durchschnittliche Inflationsrate laut dem statistischen Bundesamt in Deutschland bei circa 1,5% pro Jahr.

Das bedeutet unser Single benötigt zum Rentenbeginn ungefähr 3.120 Euro pro Monat. Da er in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt, muss man die Rentenansprüche von ungefähr 1.800 Euro netto nach Steuern und Sozialversicherungen noch abziehen.

Somit hat er eine monatliche Rentenlücke von 1.320 Euro. Jetzt muss man errechnen, welches Kapital unser Single benötigt, damit er diesen Betrag bis zu seinem Tod erhält. Wir gehen einfach mal von einer Rentenzahlungsdauer von 26 Jahren aus. Das sind die Zahlen der aktuellen Sterbetafeln.

Klar ist, dass nicht jeder diese 26 Jahre Rentenzahlung durchhält, schon allein aus gesundheitlichen Gründen. Dennoch sollte man auch nicht mit zu wenig Zeit rechnen, denn die Lebenserwartung steigt gerade bei Jüngeren aufgrund des medizinischen Fortschritts an.

Und schlecht wäre es, wenn noch zu Lebzeiten das Kapital aufgebraucht wäre. Das Kapital, welches unser Single benötigt, um monatlich 1.320 Euro an Rente zu erhalten, liegt bei circa 400.000 Euro.

Wichtiger Hinweis: Dieses Beispiel ersetzt keine individuelle Beratung von einem Experten für die Altersvorsorge. Es handelt sich hier um ein Modell.

Je höher die Zinsen, desto niedriger der Beitrag

Nun geht es darum, das Kapital von in unserem Beispiel 400.000 Euro anzusparen. Die privaten Lebensversicherungen leiden derzeit unter den niedrigen Zinsen. Im letzten Jahr 2013 lagen die durchschnittlichen Überschussbeteiligungen der Lebensversicherer bei 3,5%.

Das ist zwar immer noch besser als auf einem Tagesgeldkonto, aber viel zu wenig für den Kapitalaufbau. Denn dieser verteuert sich dadurch enorm, wie das Beispiel hier zeigt.

Beispielrechnung: Sparrate für Altersvorsorge bei unterschiedlichen Zinsen

Zinsen 3,5% pro Jahr 5,5% pro Jahr
Alter 30 Jahre 30 Jahre
Zielkapital mit 67 Jahren 400.000 Euro 400.000 Euro
Sparrate pro Monat 445 Euro 285 Euro
Gesamte Einzahlungen 197.580 Euro 126.540 Euro

An diesem Beispiel kann man erkennen, dass bei der Altersvorsorge die jährliche Durchschnittsverzinsung ganz entscheidend für den Preis ist. Über eine lange Laufzeit von 37 Jahren, wie in unserem Beispiel, würde ein 2% höhere Durchschnittsverzinsung pro Jahr den Beitrag um 160 Euro pro Monat verringern.

Vergleicht man die gesamten Einzahlungen, würde man 71.040 Euro über die komplette Laufzeit sparen. Klar ist, dass man derzeit kein risikofreies Sparprodukt für 5,5% Zinsen pro Jahr erhält.

Allerdings kann man über eine so lange Laufzeit überschaubare Risiken eingehen und damit seine Altersvorsorge zu wesentlich günstigeren Konditionen erhalten. Es gibt gute Altersvorsorgekonzepte am Markt, die für ein überschaubares Risiko eine durchschnittliche Verzinsung von 5,5% pro Jahr erzielen können. Und hier sprechen wir nicht von unseriösen Renditeversprechungen mit Zocker-Produkten.

Zusammenfassung

Fakt ist, wer seine Altersvorsorge nur mit reinen klassischen Renten- und Lebensversicherungen aufbauen möchte, muss für seine private Altersvorsorge einfach tiefer in die Tasche greifen.

Man muss aber auch sagen, dass nicht für jeden alle Konzepte gleich gut sind. Am Ende muss man sich mit dem Sparprodukt für die Altersvorsorge wohl fühlen. Und wenn man ohne Garantien einfach ein schlechtes Gefühl hat, ist eine klassische private Rentenversicherung sicherlich besser als manche anderen Produkte.

Wichtig ist nur, dass man sich von seinem Berater auch Alternativen aufzeigen lasst. Denn zu verschenken hat man in aller Regel nichts.


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von Björn Maier

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