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Wie wichtig ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ratgeber 7. Oktober 2014

Braucht jeder eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Viele junge Menschen die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, stellen sich oftmals die Frage, wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist. In den Medien wird immer wieder berichtet, dass jeder Berufstätige eine solche Absicherung benötigt.

Berufsunfähigkeitsversicherung wichtigDas Problem ist, dass längst nicht jeder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann.

Denn gerade Berufsgruppen, die laut den Versicherern ein erhöhtes Risiko einer Berufsunfähigkeit tragen, werden es schwer haben eine BU-Versicherung zu erschwinglichen Preisen zu erhalten.

Hierzu gehören vor allem Handwerker, aber auch andere Berufe, die überwiegend körperlich tätig sind. Hinzu kommt noch, dass einige an der Gesundheitsprüfung der Versicherer scheitern. Deshalb sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abschlossen werden.

Wer aufgrund der teuren Prämien keine BU-Versicherung abschließen kann, sollte auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken und das Thema beiseiteschieben.

Arbeitskraftabsicherung ist unverzichtbar

Mittlerweile gibt es viele Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung am Markt. Die Branche spricht heute immer mehr über Arbeitskraftabsicherung. Und hier gehören ebenfalls Produkte wie die Dread Disease Versicherung (Schwere Krankheiten Versicherung), Grundfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen dazu. Welche Absicherung die richtige ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Wichtig ist erst einmal, dass jeder seine Arbeitskraft vernünftig absichert.

Die Versicherungen dafür sind genauso wichtig wie eine Krankenversicherung. Denn niemand kann genau vorhersagen, ob er für immer gesund bleibt, um seiner Arbeit nachgehen zu können. Die Statistik sagt zumindest etwas anderes.

Das Risiko ist größer als viele annehmen. Durchschnittlich erleidet jeder vierte Berufstätige im Laufe seines Berufslebens eine dauerhafte oder vorübergehende Berufsunfähigkeit. Wer heute über ein monatliches Nettoeinkommen von 2.000 € verfügt, kann bei längerer Krankheit in große finanzielle Probleme geraten.

Bei nur fünf Jahren ohne Einkommen müssten in unserem Beispiel 120.000 € (24.000 p.a. x 5 Jahre) finanziert werden. Diese Reserven dürften die Wenigsten aufbringen können oder wollen. Deshalb ist die Absicherung der Arbeitskraft so wichtig!

Versorgungslücke bei längerer Krankheit richtig berechnen

Die meisten Berufsunfähigkeitsrenten werden viel zu niedrig vereinbart. Jeder sollte vor dem Abschluss seine Versorgungslücke realistisch berechnen.

Auf den Staat kann sich keiner mehr verlassen

Die staatliche Absicherung ist mehr als dürftig. Zunächst einmal haben die meisten jungen Menschen gar keinen Schutz. Denn Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben gesetzlich Rentenversicherte erst nach einer sogenannten allgemeinen Wartezeit von 5 Jahren.

Das bedeutet, zuerst müssen fünf Jahre lang Beiträge bezahlt werden, ehe ein Anspruch entsteht. Besteht der Anspruch dann, werden lediglich 38 % des letzten Bruttoeinkommens bei einer vollen Erwerbsminderung bezahlt. Das gilt für alle die nach dem 01.01.1961 geboren sind.

Für diese Berufsgruppe hat der Gesetzgeber die Berufsunfähigkeitsrente im Jahr 2001 abgeschafft. Seit dem wird nicht mehr auf Berufs-, sondern auf Erwerbsunfähigkeit geprüft. In diesem Fall darf der gesetzlich Versicherte nicht mehr in der Lage sein irgendeiner Tätigkeit nachzugehen.

Dabei ist es unerheblich, ob der Arbeitsmarkt eine entsprechende Tätigkeit zur Verfügung stellt. Der Gesetzgeber hat hier auch zeitliche Regeln festgelegt. Wer zwischen 0 bis unter 3 Stunden irgendeiner Tätigkeit nachgehen kann, bekommt die volle Erwerbsminderungsrente (38 %).

Ab 3 bis unter 6 Stunden werden nur noch circa 18 % als teilweise Erwerbsminderungsrente geleistet. Das dürfte dann endgültig zu wenig sein, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Selbständige sind hier selbstverständlich außen vor, auch wenn sie freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Selbständige erhalten keine gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Selbst wenn ein selbständiger freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, hat er keinen Schutz über die staatliche Erwerbsminderungsrente.

Zusammenfassung

Die Arbeitskraftabsicherung ist mit der Krankenversicherung die wichtigste Versicherungsart. Ob als Berufsunfähigkeitsversicherung oder über entsprechende Alternativen. Das Risiko aufgrund einer Erkrankung seine Arbeit zu verlieren, ist einfach zu groß.

Und der Lebensunterhalt muss dennoch finanziert werden. Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten die Tarife jedoch einem Vergleich unterzogen werden. Denn nicht nur die Prämien auch die Leistungen unterschieden sich. Wer möchte kann direkt online einen umfassenden Vergleich beantragen. Bei Bedarf werden auch gleich Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung eingebunden.


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von Björn Maier

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