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Wie funktioniert die Riester Rente?

Riester Rente 5. Dezember 2013

Es gibt viele Anbieter für die Riester Rente

Wie funktioniert die Riester RenteEine Riester Rente ist die Bezeichnung für ein Altersvorsorgeprodukt, welches vom Staat gefördert wird. In welcher Form und Höhe werden wir gleich behandeln. Zunächst einmal gibt es verschiedene Anbieter von Riester Renten. Eine Riester Rente kann man als Rentenversicherung, Fonds- oder Banksparplan und über einen Bausparvertrag abschließen.

Die größten Anbieter für die Riester Rente sind die Versicherungen. Über sie werden circa 70% der in Deutschland abgeschlossenen Riester Renten abgewickelt. Damit sind diese klar Marktführer.

Danach folgen die Kapitalanlagegesellschaften mit ihren Riester-Fondssparplänen, die circa 20% Marktanteil aufweisen können. Der Rest wird unter den Banken und Bausparkassen aufgeteilt. Insgesamt wurden über 15 Millionen Riester Renten in Deutschland abgeschlossen. Damit wurde das einst so stiefmütterlich behandelte Produkt am Ende doch noch zum Kassenschlager. Doch warum ist das so? Ganz einfach. Über ein Riester-Rentenprodukt erhält man während der Sparphase bis zum Renteneintritt vom Staat eine gute bis sehr gute Förderung auf seinen Zahlbeitrag. Die Förderquoten liegen im Durchschnitt bei 40% der eingezahlten Beiträge.

Wie genau funktioniert die Förderung der Riester Rente?

Zum einen erhält ein Riester-Sparer eine sogenannte Altersvorsorgezulage. Die Höhe ist davon abhängig, ob man Kinder hat oder nicht. Die Zulage der Riester Rente unterteilt sich in eine Grundzulage und eine Kinderzulage. In der nachfolgenden Tabelle haben wir mal die Förderhöhen zusammengestellt.

Grundzulage pro Person Kinderzulage für jedes Kind
154 Euro pro Jahr 185 Euro pro Jahr (300 Euro pro Jahr für Kinder die ab 2008 geboren wurden)

Die Voraussetzung, dass man diese Zulagen jährlich vom Staat erhält, ist dass man 4% seines Vorjahresbruttoeinkommens (maximal 2.100 Euro p.a.) in ein zertifiziertes Riester Produkt einbezahlt. Mindestens müssen aber 60 Euro pro Jahr in den Vertrag einbezahlt werden, um die volle Altersvorsorgezulage zu erhalten.

Man sollte jedes Jahr seinen Beitrag für die Riester Rente anpassen

Jeder ist selbst dafür verantwortlich, dass man immer die richtige Beitragshöhe in seine Riester Rente einbezahlt. Deshalb sollte man dem Anbieter jährlich sein Vorjahresbruttoeinkommen mitteilen. Die meisten Anbieter fragen aber jährlich das Vorjahresbruttoeinkommen ab.

Zusätzlich kann man die Riester Rente in seiner jährlichen Steuererklärung als Vorsorgeaufwand geltend machen. Und das sollte man auch tun. Denn somit erhält man einen großen Teil seiner eingezahlten Beiträge über die Einkommenssteuererkärung zurückerstattet. Die genaue Höhe kann man sich von einem Spezialist für die Altersvorsorge oder einem Steuerberater errechnen lassen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass die gezahlten Zulagen bei der Steuerrückerstattung angerechnet werden. Das heißt, dass bei jemandem der 154 Euro Grundzulage pro Jahr für seine Riester Rente erhält, diese von der Steuerrückerstattung abgezogen werden. Trotzdem kommen bei der Riester Rente wie bereits erwähnt ordentliche Förderquoten zustande.

Wer wird eigentlich vom Staat gefördert?

Grundsätzlich kann jeder eine Riester Rente abschließen. Eine Zulage vom Staat erhält man aber nur wenn man zu folgendem Personenkreis zählt:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Bezieher von Arbeitslosengeld
  • Rentenversicherungspflichtige Selbständige (z.B. Handwerker)
  • Beamte
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • Landwirte
  • und einige weitere Berechtigte

Man nennt diese Personen auch unmittelbar zulagenberechtigt.

Darüber hinaus gibt es noch Personen die dieser Gruppe nicht angehören und trotzdem eine Förderung für die Riester Rente erhalten. Dazu gehören Ehepartner von den unmittelbar zulagenberechtigten Personen. Diese müssen aber mindestens 60 Euro pro Jahr in einen Riester Rentenvertrag einbezahlen. Dann können sie auch die volle Förderung für die Riester Rente erhalten.

Die größten Missverständnisse der Riester Rente

Wie wird die Riester Rente im Alter behandelt?

Im Rentenalter kann man sich bis zu 30% als Einmalleistung aus seinem Riester-Vertrag ausbezahlen lassen. Das restliche Kapital wird lebenslänglich verrentet. Für das, dass man während der Sparphase eine Förderung in Form von Zulagen und Steuervergünstigungen erhalten hat, muss man die Riester Rente im Alter voll versteuern. Das nennt man auch nachgelagerte Besteuerung. Trotz dieser nachgelagerten Besteuerung lohnt sich die Riester Rente für viele Menschen dennoch, da sich während der Sparphase die Förderung verzinst hat. Inwieweit sich die Riester Rente im Vergleich zu anderen Sparformen rentiert, kann nur in einem persönlichen Beratungsgespräch ermittelt werden. Ein guter Experte für die Altersvorsorge verfügt in der Regel über die passenden Softwareprogramme und kann dies für jemanden errechnen.


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von Björn Maier

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