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Sozialversicherungswerte für 2015: Die neuen Grenzwerte wurden beschlossen!

Sozialversicherung 16. Oktober 2014

Das Kabinett hat gestern am 15.10.2014 nun die Sozialversicherungswerte fest beschlossen. Nun ist es amtlich. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung werden steigen.

Auch die gesetzliche Arbeitslosen- und Rentenversicherung ist davon betroffen. Zusätzlich wird die Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung ansteigen. Bedeutung hat dies sowohl für bereits privat Krankenversicherte als auch für Verbraucher die eine private Krankenversicherung abschließen möchten.

Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2015

Zunächst einmal zu den Werten, welche für die maximale Beitragsleistung in der Sozialversicherung verantwortlich sind. Bis zu dieser sogenannten Beitragsbemessungsgrenze müssen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber anteilig Beiträge für die Sozialversicherung leisten. Dazu gehört die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Zusätzlich wird noch zwischen Ost und West unterschieden.

Rechengrößen für das Jahr 2015*

Art West Ost
Beitragsbemessungsgrenze: Allgemeine Rentenversicherung 72.600 € 62.400 €
Beitragsbemessungsgrenze: Knappschaftliche Rentenversicherung 89.400 € 76.200 €
Beitragsbemessungsgrenze: Arbeitslosenversicherung 72.600 € 62.400 €
Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- und Pflegeversicherung 49.500 € 49.500 €

*Quelle: BMAS.de

Besonders für freiwillig gesetzlich Krankenversicherte und diejenigen, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen, wird es wieder ein bisschen teurer.

Die Grenze wurde um 1,85 % auf nun 49.500 € (2014: 48.600 €) angehoben. Einen kleinen Trost gibt es allerdings. Denn die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung sinken von 15,5 % auf 14,6 %.

Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2015

Wer sich für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung interessiert, kann diese als Angestellter ab 2015 dann abschließen, wenn er mindestens 54.900 € (2014: 53.550 €) verdient. Damit ist die Versicherungspflichtgrenze erneut um 2,52 % angestiegen.

Diese wird genau wie die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung bundeseinheitlich festgelegt.

Zurück in die gesetzliche Krankenkasse

Sozialversicherungswerte 2015 BeitragsbemessungsgrenzenAlle die nicht mindestens fünf Jahre in der privaten Krankenversicherung waren, müssen wieder zurück in die Gesetzliche. Der Rest kann einen Antrag auf Befreiung stellen.

Neben der normalen gibt es noch die besondere Versicherungspflichtgrenze für Menschen, die bis zum 31.12.2002 in einer PKV versichert waren. Und dort bis zu diesem Zeitpunkt nicht Versicherungspflichtig wurden.

Für diesen Personenkreis gilt ab dem Jahr 2015 die Versicherungspflichtgrenze von 49.500 €. Auch diese besondere Grenze wird jährlich erhöht.

Vorsicht: Eine Befreiung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden

Wer als Privatversicherter einen Antrag auf Befreiung bei seiner GKV stellt, kann nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse zurück.

Eine Befreiung von der GKV sollte gut überlegt sein. Denn in der privaten Krankenversicherung müssen auch eventuelle Beitragssteigerungen verkraftet werden.

Im Osten steigt die Rechengröße stärker

Die Werte für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung wurde im Osten von Deutschland stärker angehoben als im Westen. Der Grund liegt darin, dass hier die Lohnentwicklung mit einem Plus von 2,19 % stärker angestiegen ist als im Westen.

Dort waren es lediglich 1,99 %. Die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung könnten im Jahr 2015 auf 18,6 % (aktuell: 18,9 %) sinken. Darüber sind sich die Politiker allerdings noch nicht einig.

von Björn Maier

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