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Rentenversicherung abschließen: Wo genau liegen die Unterschiede?

Rentenversicherung ist nicht gleich Rentenversicherung!

Wer sich für den Abschluss einer privaten Rentenversicherung interessiert, steht vor einer Vielzahl an Tarifangeboten. Die Anzahl der Tarife ist riesengroß und am Ende muss man für sich die Entscheidung treffen, welche private Rentenversicherung die Beste ist?

Rentenversicherung abschließenWie immer im Leben, kommt es darauf an, was einem besonders wichtig ist. Die einen legen mehr Wert auf Sicherheit. Andere wiederum möchten eine möglichst hohe Rendite und die maximale Flexibiltät haben.

Eine pauschale Antwort kann man auf die Frage, welche die beste Rentenversicherung ist und welche man abschließen soll nicht wirklich geben.

Wir möchten trotzdem darüber informieren was für Unterschiede es gibt und eine paar Tipps geben, worauf man als Verbraucher achten sollte.

Es gibt unterschiedliche Arten in der privaten Rentenversicherung

Eine private Rentenversicherung gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Angefangen bei konservativen Tarifen, die über eine möglichst hohe Garantie verfügen, bis hin zu Tarifen die einem eine maximale Rendite versprechen.

In den letzten Jahren haben die Versicherer im Zuge der niedrigen Zinsen ihre Produktpallette stark ausgebaut und für die Kunden neue Varianten auf den Markt gebraucht, die eine möglichst hohe Sicherheit bieten, bei welchen aber trotzdem die Chance auf eine gute Rendite gegeben ist.

Es gibt einfach gesagt drei Varianten der privaten Rentenversicherung die man abschließen kann. Jede Variante deckt ein anderes Bedürfnis.

Klassische private Rentenversicherung

Die klassische private Rentenversicherung dürfte den meisten ein Begriff sein. Sie wird schon über viele Jahre von den Lebensversicherern in Deutschland angeboten. Hierbei handelt es sich um die sicherste Variante einer privaten Rentenversicherung.

Der Kunde erhält beim Abschluss eines Vertrags ein Versprechen auf eine garantierte Rente zum Rentenbeginn. Die Höhe dieser Rente wird noch bis Ende 2014 mit einer Verzinsung von 1,75 % pro Jahr kalkuliert. Ab dem Jahr 2015 wird die sogenannte Garantieverzinsung auf 1,25 % pro Jahr reduziert und damit sinken auch die garantierten Renten in den neuen Tarifen. Wer also eine klassische private Rentenversicherung abschließen möchte, hat im Jahr 2014 noch eine höhere Garantieverzinsung und Rente.

Dennoch ist die Garantierente nicht das einzige Merkmal einer klassischen privaten Rentenversicherung. Denn der Versicherer erwirtschaftet mit dem eingezahlten Geld seiner Kunden einen Zins, indem er das Kapital an den Märkten anlegt. Die Verzinsung daraus, muss er zu 90 % an seine Kunden in Form einer sogenannten Überschussbeteiligung weitergeben.

Diese Überschussbeteiligung ist ein weiteres Merkmal und wird jedes Jahr für die Tarife der klassischen privaten Rentenversicherung festgelegt. Die Höhe der Überschussbeteiligung ist nicht garantiert und wird von jedem Unternehmen selbständig bestimmt. Allein hierüber entsteht schon ein Wettbewerb unter den Gesellschaften. Denn Kunden achten sehr genau auf die Höhe der jeweiligen Überschussbeteiligung.

Auf die Überschussbeteiligung des letzten Jahre achten

Die Garantieverzinsung bildet nur die Basis der jährlichen Verzinsung. Wichtig ist, dass der Tarif der klassischen privaten Rentenversicherung jedes Jahr eine gute Überschussbeteiligung erhält. Die letzten 3 Jahre geben Aufschluss über die Überschusspolitik der Versicherung.


Darüber hinaus erhalten die Kunden, welche bis zum Ende der Laufzeit ihren Vertrag durchhalten einen Schlussbonus ausgezahlt. Der ist das berühmte Salz in der Suppe und erhöht die Ablaufleistung des Vertrags.

Wichtig zu wissen ist, dass man sich die sichere Verzinsung auch mit einer niedrigen Rendite einkauft. Denn die Versicherer dürfen das Geld der Kunden nur in bestimmte Geldanlagen investieren. Die Art der Investitionen ist im Versicherungsaufsichtsgesetzt (kurz VAG) genau geregelt.

Und genau das ist auch die Schwäche der klassischen Rentenversicherung. Denn das Gesetzt schreibt vor, dass die Kundengelder einfach gesagt, überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert werden müssen.

Und mit dieser Art von Investition verdient man heutzutage fast kein Geld mehr. Gerade für Sparer wird es dadurch immer schwerer, mit einem vernünftigen Beitrag die ganz persönliche Rentenlücke zu schließen.

In unserem Artikel: „3 Tipps für den richtigen Aufbau einer Rente“ haben wir beschrieben, dass die Verzinsung ganz maßgeblich dazu beiträgt, wie viel man pro Monat für die Altersvorsorge ausgeben muss. Und mal ehrlich. Jeder möchte nur so viel wie nötig dafür ausgeben.

Private Rentenversicherung als Hybrid-Modell

Da jeder eine möglichst hohe Verzinsung sucht, aber kein großes Risiko eingehen möchte, haben die Versicherungsgesellschaften in den letzten 10 Jahren neue Modelle für ihre Kunden entwickelt, die sogenannten Hybridprodukte. Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Modelle am Markt.

Die meisten Tarife haben aber eins gemeinsam. Zum Ende der Laufzeit wird das eingezahlte Kapital vom Versicherer garantiert. Wie funktionieren diese hybriden Produkte? Ganz einfach. Der Versicherer investiert Teile des Beitrags, nicht wie bei einer klassischen Rentenversicherung ausschließlich in seinen eigenen Deckungsstock.

Der Deckungsstock ist der Topf, in welchen der Versicherer das Kapital seiner Kunden verwaltet. Sondern in Garantie- und frei wählbare Investmentfonds. Das ist die sogenannte freie Fondsanlage. Hier haben die Kunden je nach Tarif die freie Wahl, wie sie ihr Geld investieren möchten.

Die Kunden sind also in drei verschiedenen Töpfen investiert. Deshalb heißt diese Art der privaten Rentenversicherung auch „Drei-Topf-Hybrid“. Als Zusatz nehmen die Gesellschaften noch das Wort dynamisch dazu. Was so viel bedeutet wie, das Kapital wird regelmäßig (meistens 1 mal pro Monat) automatisch umgeschichtet.

Je nach Börsen und Marktlage wird mehr oder weniger Kapital in den einzelnen Töpfen vorgehalten. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er eine höhere Chance auf eine bessere Gesamtverzinsung hat. Jedoch kauft er sich auch ein etwas höheres Risiko ein. Allerdings ist das Risiko überschaubar, denn die eingezahlten Beiträge werden mindestens garantiert.

Kritiker sagen, dass diese Art des Investierens sehr teuer ist, da die Verwaltung und laufende Transaktionen zwischen den Töpfen hohe Verwaltungskosten nach sich ziehen.

Sicher ist, dass eine private Rentenversicherung mit einem dynamischen „Drei-Topf-Hybrid“ sicherlich aufwändiger für den Versicherer in der Verwaltung ist, als eine reine fondsgebundene private Rentenversicherung. Hier muss der Kunde allerdings das komplette Verlustrisiko tragen.

Höhe der Verwaltungskosten prüfen

Im Produktinformationsblatt kann man die Verwaltungskosten der dynamischen „Drei-Topf-Hybrid“ Rentenversicherungen prüfen. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Kosten möglichst moderat sind.

Viele Versicherer haben in ihren Produkten zusätzliche Leistungen integriert, wie beispielsweise die Auswahl und regelmäßige Überprüfung der Investmentfonds.

So müssen sich die Kunden nicht mit der Investmentfondsaufteilung beschäftigen, sondern können das dem Versicherer überlassen.

Es spielen also nicht nur die Verwaltungskosten eine Rolle, sondern auch der zusätzliche Service, den ein Versicherer bietet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist als entscheidet.

Fondsgebundene Rentenversicherung

Wer komplett auf Garantien verzichten möchte, der kann für seine Altersvorsorge auch über eine fondsgebundene private Rentenversicherung abschließen. Das hat den Vorteil, dass man während der Laufzeit die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite hat und sich schon heute das Recht auf eine lebenslange Rentenzahlung einkauft.

Denn der Versicherer bezahlt am Ende entweder das aufgebaute Kapital aus, oder eine lebenslange Rente. Diese wird pro 10.000 € Guthaben festgelegt. Und gerade hier gibt es große Unterschiede.

Denn die Höhe der heute schon garantierten Rente pro 10.000 € Guthaben variiert am Markt sehr stark. Außerdem gibt es Klauseln, in welchen die Versicherer eine garantiert zugesagte Rente senken können.

Auch garantieren manche Gesellschaften gar keine Rente in Abhängigkeit des Guthabens. Sondern kalkulieren zu Rentenbeginn mit den dann gültigen Rechnungsgrundlagen. Wie das mit dem garantierten Rentenfaktor genau funktioniert wird in diesem Video erklärt.

Garantierter Rentenfaktor kurz im Video erklärt:



Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Tarif einer fondsgebundenen Rentenversicherung einen harten garantierten Rentenfaktor ausweist. Das bedeutet, dass der Versicherer während der Laufzeit die von Beginn an fest zugesagte Rente pro 10.000 € Guthaben nicht ändern kann.

Auf harten garantierten Rentenfaktor achten

Der Versicherer sollte den garantierten Rentenfaktor pro 10.000 € Guthaben nicht verändern dürfen. In den Versicherungsbedingungen dürfen keine Klauseln diese Garantie wieder aufheben.


Als zusätzliches Merkmal kann man bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung die Anzahl und Auswahl der Investmentfonds heranziehen. Tendenziell ist eine große Anzahl zu begrüßen, aber auch die Auswahl an qualitativ hochwertigen Fonds ist entscheidend.

Die Verwaltungskosten sowie die Flexibilität in Bezug auf unterjährige Aus- und Einzahlungen spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle.

Alle diese Themen sollte man bei der Auswahl einer fondsgebundenen Rentenversicherung neben den berechneten Ablaufleistungen berücksichtigen. Allen drei Arten der Rentenversicherung haben gemeinsam, dass sich der Blick auf die Qualität der Unternehmenskennzahlen lohnt.

Hier sind Versicherer zu bevorzugen, die über eine ausreichende Kapitalstärke sowie solide Überschussbeteiligungen und einen guten Service verfügen.

Anbieter vergleichen

Wenn man für sich die beste Rentenversicherung finden möchte, muss man sich zuerst für eine Variante entscheiden. Danach sollte man die Tarife in einem professionellen Vergleich gegenüberstellen.

Aus diesem sollten alle wichtigen Kriterien für die private Rentenversicherung ersichtlich sein. Wir von ONVERSO erstellen für unsere Kunden hochwertige Vergleiche für die private Rentenversicherung. In einem Vergleich sind alle derzeit verfügbaren Tarife enthalten, so dass man für sich die beste Rentenversicherung findet.


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von Björn Maier

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