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Fallstricke beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung: Worauf man achten sollte.

Ratgeber 28. Februar 2014

Berufsunfähigkeitsversicherungen nie ohne Experten abschließen

Wenn man berufstätig ist, gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zweifelsohne zu den wichtigsten Versicherungen. Doch beim Abschluss einer entsprechenden Police ist Vorsicht geboten. Ich bekomme es in meiner täglichen Arbeit sehr oft mit, dass viele Menschen glauben, ein Abschluss wäre mal so eben schnell ohne fachliche Unterstützung zu erledigen. Das kann man zwar machen. Aber die Rechnung kommt dann oft im Leistungsfall.

Nämlich dann, wenn es Probleme mit der Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente gibt. Und dann geht es mal schnell um die persönliche Existenz. Die Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherungen haben sich in den letzten Jahren sehr stark verbessert.
Wenn man die entsprechend guten Anbieter am Markt wählt, erhält man auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Aktuelle Studien zeigen Gründe für Leistungsverweigerung auf

Worauf man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten sollteSoll heißen, dass wenn man wirklich berufsunfähig ist, man auch mit ziemlicher Sicherheit seine Leistung aus der Versicherung erhält. Vorausgesetzt man hat beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung alles richtig gemacht.

Eine aktuelle Studie vom Analysehaus Franke & Bornberg hat herausgearbeitet, welches die häufigsten Gründe für eine Leistungsverweigerung sind. Spannend zu sehen war, dass die fehlende Mitwirkung während der Leistungsfallbeantragung mit 42% der häufigste Grund war.

Diese Mitwirkungspflicht hat man, wenn es um die Beantragung der Rente geht. Die genauen Gründe, weshalb die Mitwirkung oft scheitert, waren nicht in Erfahrung zu bringen. Eine Theorie könnte sein, dass die Versicherten mit der Beantragung überfordert waren und aufgegeben haben.

Oder es lag keine Berufsunfähigkeit vor. Umso wichtiger ist es, seine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht selbständig abzuschließen, sondern zu einem Vermittler zu gehen, der einen auch im Leistungsfall kompetent zur Seite steht.

Risikofragen müssen im Antrag richtig beantwortet werden

Der zweithäufigste Grund, weshalb die Berufsunfähigkeitsrente vom Versicherer verweigert wurde, liegt bei 28% und ist die Anfechtung oder Rücktritt des Versicherers vom Vertrag. Und genau das kann man verhindern, wenn man sich Unterstützung von einem Experten einholt. Denn die Anfechtung des Vertrags kommt nur deshalb zustande, weil beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung Fehler gemacht wurden.

Denn im Antrag müssen wichtige Angaben zum Risiko und der Gesundheit gemacht werden. Wer hier fahrlässig ist, bekommt spätestens im Leistungsfall seine Quittung. Zunächst ist die genaue Berufsbezeichnung für das Versicherungsunternehmen wichtig. Im Zweifelsfall sollte man einen Berufsfragebogen zusätzlich zum Antrag der Berufsunfähigkeitsversicherung einreichen. Dieser wird von alle Versicherungsunternehmen auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Als nächstes geht es um die richtige Angabe von gefährlichen Hobbies und Sportarten. Wer hier falsche Angaben macht und dann beispielsweise während seines ausgeübten Sports verunglückt, kann nicht mit einer Leistung des Versicherers rechnen.

Fehler beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung bei den Gesundheitsfragen

Mit der häufigste Fehler wird bei den Gesundheitsfragen gemacht. Wenn hier im Vorfeld bekannt ist, dass in den letzten Jahren eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorgelegen hat, muss das im Antrag angegeben werden. Wichtig ist aber, dass man nicht einfach blind einen Antrag ausfüllt und zum Versicherer sendet. Sondern zuvor durch seinen Vermittler eine sogenannte Risikovorabanfrage beim Versicherer stellen lässt.

Wer gesundheitlich angeschlagen ist, sollte eine Risikovorabanfrage beim Versicherer stellen

Auch wenn es sich um eine vermeintliche Kleinigkeit handelt. Man sollte von seinem Vermittler bei gesundheitlichen Problemen eine Risikovorabanfrage vor der Antragsstellung durchführen lassen. Ein seriöser Vermittler wird das auf jeden Fall machen.

Das ist natürlich nur notwendig, wenn man gesundheitlich beeinträchtigt ist. Ob das vorliegt, kann meiner Meinung nach nur ein Experte gemeinsam mit dem Kunden entscheiden. Denn viele glauben, Sie sind aus ihrer Sicht völlig gesund. Doch aus Sicht des Versicherungsunternehmens ist das leider oft nicht der Fall.

Ein praktisches Beispiel ist der Besuch beim Orthopäden. Weil man beispielsweise mal eine Verspannung in den letzten 5 Jahren hatte. Schon gibt es Probleme bei der Annahme des Antrags.

Ein professioneller Vermittler arbeitet hier mit einer Risikovorabanfrage, um den Kunden nicht zu schaden. Denn ohne diese Risikovorabanfragen muss man im schlimmsten Fall bei einer Ablehnung durch einen Anbieter, diese beim nächsten Versicherer angeben.

Man sieht schon, dass man beim Abschuss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auf viele Details achten muss. Ganz zu schweigen von den Bedingungen, die auch noch eine wichtige Rolle spielen. Kurz gesagt. Ohne einen Experten sollte man keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Zusätzlich sollte man auch alle Gesellschaften mit den derzeit verfügbaren Tarifen vergleichen, denn bei der Berufsunfähigkeitsversicherung können die zu zahlenden Beiträge um über 100% abweichen. Das kann schnell mal ein paar 100 Euro pro Jahr ausmachen.


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von Björn Maier

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