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Die beste Unfallversicherung finden!

Ratgeber 24. November 2014

In Deutschland bieten laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (kurz GDV) über 100 Versicherer das Produkt der privaten Unfallversicherung an. Da haben Verbraucher die Qual der Wahl. Jeder möchte gerne für sich die beste Unfallversicherung finden.

Doch auf welche Leistungen sollte geachtet werden? Und wie ermittelt man den besten Unfallversicherungstarif für sich selbst? Auf diese und weitere Fragen möchten wir gerne Antworten geben. Mit etwas über 26 Mio. abgeschlossenen Verträgen (aktuelle Zahlen des GDV), gehört die private Unfallversicherung hierzulande sicher zu den beliebteren und auch wichtigen Versicherungen.

Höhe der Invaliditätssumme

Beste UnfallversicherungBevor sich Verbraucher über die Auswahl eines Tarifs Gedanken machen, sollten die Rahmenbedingungen abgeklärt werden. Wichtig ist beispielsweise die Höhe der Invaliditätssumme, die nach einem Unfall ausgezahlt werden soll.

Sie entscheidet ganz maßgeblich darüber, wie hoch der Beitrag am Ende ausfallen wird. Sie sollte nicht zu hoch aber auch nicht zu niedrig gewählt werden. Grundsätzlich kann man zwischen Tarifen mit und ohne Progression unterscheiden. Verbraucherschützer raten in aller Regel dazu, Tarife mit einer Progression abzuschließen.

Dabei wird die versicherte Grundsumme entsprechend erhöht. Wer zum Beispiel eine Unfallversicherung mit einer Grundsumme von 100.000 € und 350 % Progression abschließt, erhält bei Vollinvalidität 350.000 €. Da ein Tarif mit selbiger Grundsumme und ohne Progression wesentlich teurer ist, lassen sich viele Verbraucher dazu verleiten, Tarife mit möglichst geringer Grundsumme und dafür einer hohen Progression abzuschließen.

Das Problem liegt bei solchen Tarifkonstellationen darin, dass die meisten Unfälle nicht in einer Vollinvalidität enden und die Versicherten dadurch eine zu niedrige Absicherung haben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Progression erst ab einer Invalidität von über 25 Prozent zu greifen beginnt. Darunter orientieren sich die meisten Anbieter an der Grundsumme. Wer für sich einen guten Tarif berechnen möchte, sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grundsumme und Progression wählen.

Optimale Grundsumme mit Progression

Auf der sicheren Seite sind die meisten Verbraucher, wenn der Unfallversicherungs-Tarif mit einer Grundsumme von 2 – 3 Bruttojahresgehälter und einer Progression von 350 % ausgestattet ist.

Zusätzliche Unfallrente oftmals nicht sinnvoll

Neben der Invaliditätssumme, die bei einem Unfall ausgezahlt wird, haben Verbraucher zusätzlich die Möglichkeit die Tarife mit einem Rentenbaustein auszustatten. Dabei bezahlt die Unfallversicherung eine lebenslange Rente, solange eine Invalidität von mindestens 50 Prozent vorliegt.

Verbraucher können mit dieser Rentenzahlung einen Einkommensverlust ausgleichen oder sich in ganz schlimmen Fällen auch private Pflegeleistungen einkaufen. Dennoch ist diese Art der Absicherung in der Regel wenig sinnvoll. Da sowohl Einkommensverluste, wie auch private Pflegeleistungen über andere Versicherungen besser abgedeckt werden können. Denn hier sind neben Unfallfolgen auch Krankheitsfälle mit abgesichert.

Berufsunfähigkeits- und private Pflegeversicherung als Alternative

Als Alternative zum Unfallrentenbaustein sollten Verbraucher besser eine Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherung abschließen, da hier zusätzlich zur Invalidität aus Unfallfolgen auch Krankheiten mitversichert sind.

Betrachtet man nur das reine Risiko, ist ein Einkommensverlust statistisch gesehen aufgrund einer Krankheit wesentlich wahrscheinlicher, als durch einen Unfall. Die Unfallversicherung ohne einen Rentenbaustein ist dennoch sinnvoll, da bei Unfällen oftmals größere Einmalsummen für den behindertengerechten Umbau und sonstige Hilfsmittel investiert werden müssen.

Und das Leisten die anderen Versicherungen bei einem Unfall nicht. Lediglich für Verbraucher die keine Möglichkeit mehr haben eine Berufsunfähigkeits- oder Pflegeversicherung abzuschließen, sollten über den Abschluss einer Unfallversicherung inklusive Rentenleistung nachdenken.

Auf unnötige Extras verzichten

Die Anbieter haben in ihren Tarifen unzählige Extras eingebaut. Angefangen von Todesfallleistungen durch einen Unfalltod, bis hin zu verschiedene Angeboten von Tagegeldern und Übergangsleistungen. Die ganzen Extrabausteine kosten nur unnötig Geld. Denn diese Risiken können besser über alternative Versicherungen abgesichert werden.

Hier sind dann ähnlich wie bei der Rentenleistung ebenfalls Versicherungsfälle aufgrund einer Krankheit mitversichert. So zum Beispiel bei einer Risikolebensversicherung. Diese springt bei Tod durch einen Unfall aber auch bei einer Krankheit ein. Die Prämie für die Todesfallleistung in der Unfallversicherung kann man sich an der Stelle sparen. Deshalb gilt, meistens kann auf die ganzen Extras verzichtet werden.


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Gliedertaxe im Auge behalten

Viel wichtiger als die Extrabausteine ist eine verbesserte Gliedertaxe. Die Gliedertaxe wird von den Anbietern in deren Versicherungsbedingungen verankert und gibt Aufschluss darüber, wie hoch die Leistung bei einer Invalidität ausfällt. Beispielsweise wir für den Verlust eines Arms bei einer normalen Gliedertaxe 70 % der versicherten Leistung bezahlt.

Viele Anbieter weichen allerdings von diesen Werten zum positiven für den Kunden ab. Das bedeutet, dass dieser nach einem Unfall im Vergleich eine wesentlich höhere Leistung erhält, als bei einem herkömmlichen Anbieter. Über unseren Vergleichsrechner haben Verbraucher die Möglichkeit die Mehrleistung gegenüber einer Standard-Gliedertaxe zu vergleichen. Das kann im Leistungsvergleich eingesehen werden.

Anbieter mit verbesserte Gliedertaxe bevorzugen

Im Leistungsfall ist eine möglichst hohe Auszahlung der Versicherungssumme entscheidend. Deshalb sollten Anbieter gewählt werden, die eine möglichst hohe positive Abweichung zur Standard-Gliedertaxe aufweisen.

Wichtige Leistungen in den Versicherungsbedingungen

Auf welche Leistungen sollten Verbraucher besonders achten?

  • Neben einer verbesserten Gliedertaxe ist es beispielsweise wichtig, dass der Anbieter auch für Unfallfolgen aufgrund von Alkoholeinfluss leistet. Hier machen viele Anbieter eine Promillegrenze. Deshalb sollte man darauf achten, dass diese möglichst hoch angesetzt ist.
  • Die Mitwirkung von Krankheiten wird ebenfalls oft unterschätzt. Ein Unfallversicherer darf Leistungen anteilig kürzen, wenn eine bestehende Krankheit bei der Invalidität mitwirkt. Manche Anbieter verzichten komplett auf diese sogenannten Mitwirkungsklausel.
  • Unfälle die aus einer sogenannten Eigenbewegung resultieren, werden in vielen Versicherungsbedingungen ausgeschlossen. Das kommt oftmals bei der Ausübung von Sportarten vor, wenn man sich beispielsweise beim Skifahren das Knie verdreht. Deshalb sollten diese Bedingungsgemäß mit eingeschlossen werden.
  • Standardmäßig muss eine Invalidität nach 12 – 15 Monaten festgestellt werden. In guten Tarifen sind Verlängerungen dieser Frist auf bis zu 36 Monate vorgesehen.

Weitere Leistungen können ebenfalls über unseren Vergleichsrechner eingesehen werden.

Zusammenfassung

Wer für sich die beste Unfallversicherung finden möchte, muss wie wir gesehen haben auf einige Kleinigkeiten achten. Die Invaliditätssumme sollte nicht zu niedrig angesetzt werden und die Grundsumme inklusive der Progression in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Der Unfallrentenbaustein sowie Extraleistungen sind nicht für jeden sinnvoll und verteuern oftmals nur unnötig die Prämie. Wichtig ist eine sehr gute Gliedertaxe und allgemein gute Bedingungsleistung wie oben aufgeführt. Für sich die beste Unfallversicherung können Verbraucher über unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleich ermitteln. Wir stehen ebenfalls gerne per Telefon und Internet für weitere Fragen zur Verfügung.


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von Björn Maier

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