Online Versicherungen & Finanzen vergleichen
Mo. – Fr. 9:00 – 19:00 Uhr
und nach Vereinbarung
089 - 519 19 743

Wir sind für Sie da:

Die beste Pflegeversicherung finden!

Pflegeversicherung 25. August 2014

Worauf man beim Abschluss einer Pflegeversicherung achten sollte!

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass die gesetzliche Pflegeversicherung eine ausreichende Absicherung bietet wenn man zum Pflegefall wird. In Wahrheit deckt diese im besten Fall gerade einmal die Hälfte der entstehenden Kosten.

Beste PflegeversicherungDenn wer in die Pflegestufe 3 eingestuft wird und stationär gepflegt werden muss, erhält gerade einmal 1.550 € pro Monat aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Eine Unterbringung im Pflegheim kostet aber je nach Region über 3.000 € pro Monat. Über die tatsächliche Höhe der Pflegekosten je nach Region, kann man sich einfach und schnell auf der Internetseite www.aok-pflegeheimnavigator.de informieren.

Man merkt dann ganz schnell, dass selbst in niedrigen Pflegestufen eine sehr große finanzielle Belastung auf einen zukommen kann. Der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ist hier unausweichlich. Außer man möchte sein vorhandenes Vermögen dafür einsetzen. Viele Fragen sich, wie sieht die beste Pflegeversicherung für mich aus? Darauf möchten wir in diesem Artikel genauer eingehen.

Welche Arten der privaten Pflegeversicherung gibt es?

Pflegerentenversicherung

Eine private Pflegeversicherung kann in drei verschiedenen Varianten abgeschlossen werden. Eine Variante ist die Pflegerentenversicherung. Sie wird von den Lebensversicherungsunternehmen angeboten und bezahlt im Leistungsfall die vereinbarte Rente. Neben dem monatlichen Beitrag für die Absicherung des Pflegerisikos, ist in der Regel noch ein Sparbeitrag in den Prämien mit einkalkuliert.

Das hat den Vorteil, dass die kalkulierten Beiträge sehr stabil sein sollten und die Überschüsse der Pflegerente im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt werden können. Dafür ist die Absicherung über eine Pflegerentenversicherung die Teuerste aus den drei Varianten.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung wird genau wie die Pflegetagegeldversicherung von privaten Krankenversicherern angeboten. Bei der Pflegekostenversicherung wird je nach Tarif ein bestimmter Anteil der Differenz der verbleibenden Pflegekosten übernommen. Ein großer Nachteil der Pflegekostenversicherung ist, dass das ausgezahlte Geld zweckgebunden ist und darüber nicht frei bestimmt werden kann. Man muss die entstandenen Pflegekosten genau nachweisen.

Die nachweislichen Kosten müssen im Sozialgesetzbuch aufgeführt sein. Bei der Pflegerenten- und der Pflegetagegeldversicherung hat man diese Probleme nicht. Hier kann vom Versicherten frei bestimmt werden, welche Leistungen er sich im Pflegefall einkaufen möchte.

Pfegetagegeldversicherung

Die meisten versichern sich in Deutschland über eine Pflegetagegeldversicherung gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit. Laut dem Zahlenbericht des PKV-Verbands (Zahlen aus dem Jahr 2012) haben sich insgesamt 2,18 Mio. Menschen für eine private Pflegezusatzversicherung entschieden. Davon wurden circa 1,9 Mio. als Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen.

Hieran kann man erkennen, dass die Pflegetagegeldversicherung eine viel größere Rolle spielt als beispielsweise die Pflegekostenversicherung, mit gerade einmal knapp über 300.000 abgeschlossenen Verträgen.

Die Pflegetagegeldversicherung hat den großen Vorteil, dass die Beiträge im Vergleich zur Pflegerentenversicherung um ein vielfaches günstiger sind. Denn hier handelt es sich um eine reine Risikoabsicherung ohne einen entsprechenden Sparanteil im Beitrag. Gleichzeitig kann man wie bereits erwähnt, frei über die ausgezahlten Leistungen bestimmen. Beim Pflegetagegeld sichert man einen festen Tagessatz ab, der im Leistungsfall ausgezahlt wird.


Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern

Welche Merkmale sind bei einer Pflegetagegeldversicherung wichtig?

Es gibt starre und flexible Pflegetagegeldtarife

Es gibt am Markt flexible und starre Tarife der privaten Pflegetagegeldversicherung. Welche Variante besser ist, kann man pauschal nicht sagen. Denn die Bezeichnung flexibel und starr hat nur was mit der Leistungshöhe in den einzelnen Pflegestufen zu tun und nicht mit der Qualität der Versicherungsbedingungen.

Während ein starrer Tarif immer ausgehend von der Pflegestufe 3 in den anderen beiden Pflegestufen einen fest vorgegebenen prozentualen Anteil leistet, kann das bei einem flexiblen Tarif selbst bestimmt werden.

Beispiel: Ein starrer Tarif leistet in Pflegestufe 3 bei ambulanter Pflege 1.000 €/Monat (=100%), in Pflegestufe 2 ambulant 400 €/Monat (=40%) und Pflegestufe 1 ambulant 250 €/Monat (=25%).

Wenn man nun in der viel häufiger vorkommenden Pflegestufe 1 eine höherer Leistungen absichern möchte, muss man ebenfalls die Absicherung in Pflegestufe 3 erhöhen. In einem flexiblen Tarif können die Absicherungshöhen wie der Name schon sagt, flexibel angepasst werden. In der Regel aber bis maximal zur Absicherungshöhe der höherliegenden Pflegestufe.

Auf passende Absicherungshöhen in den Pflegestufen achten

Wichtig ist nicht, ob der Tarif starr oder flexibel ist, sondern ob die einzelnen Absicherungshöhen in den Pflegestufen 1-3 aus Preis-Leistungs-Sicht passen. Ein starrer Tarif kann über eine höhere Absicherung in der Pflegestufe 3 wesentlich vorteilhafter sein als ein flexibler Tarif und umgekehrt.

Leistung bei Demenz ist bei vielen Tarifen die Schwachstelle

Früher gab es das Argument gegen eine Pflegetagegeldversicherung, dass die Leistungen bei Demenz nur sehr schwach oder gar nicht vorhanden waren. Die modernen Tarife haben sich dem Bedürfnis aber mittlerweile angepasst. Dennoch gibt es Tarife, welche bei Demenz keine ausreichende Absicherung bieten.

Tarif sollte auch ohne Pflegestufe bei Demenz leisten

Beim Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung sollte der Tarif ebenfalls in der Pflegestufe 0 möglichst hohe Leistungen anbieten. Die Pflegestufe 0 resultiert aus einer eingeschränkten Alltagskompetenz und wird nur umgangssprachlich so genannt.

Die Tarife sollten eine dynamische Anpassung vorsehen

Unter Umständen dauert es Jahre, bis eine Pflegebedürftigkeit einritt. Im optimalen Fall ist man davon natürlich nicht betroffen. Aber wer weiß das schon vorher? Deshalb ist es wichtig, dass man für einen Inflationsausgleich die Möglichkeit einer dynamischen Anpassung hat.

Und zwar nicht nur während der Phase in der man die Beiträge bezahlt, sondern auch im Leistungsfall. Denn viele vergessen, dass die Dauer eine Pflegebedürftigkeit auch mehrere Jahre andauern kann. Im schlimmsten Fall sogar mehrere Jahrzehnte.

Dynamische Anpassung in allen Phasen und ohne Altersbegrenzungen

Der Tarif sollte die Möglichkeit der dynamischen Anpassung sowohl in der Bezahl- als auch in der Leistungsphase vorsehen. Besonders sollte man auf dynamische Anpassungen ohne Altersbegrenzung achten. Diese sind in den Bedingungen oft enthalten.

Auf Wartezeiten sollte verzichtet werden

Ein Pflegefall ist unvorhersehbar und kann im schlimmsten Fall morgen eintreten. Manche Tarife, wie beispielsweise die Pflege-Bahr Tarife, sehen eine Wartezeit vor, innerhalb derer keine Leistungen vom Versicherer beansprucht werden können.

Bei manchen Tarifen kann es sinnvoll sein, wenn der Versicherer im Gegenzug auf die Gesundheitsprüfung verzichtet. Man sollte aber bedenken, dass dann innerhalb der Wartezeit kein Schutz vorhanden ist.

Der Tarif sollte auf eine Wartezeit verzichten

Nur wenn es sich aus gesundheitlichen Gründen nicht vermeiden lässt, sollte man sich auf eine Wartezeit einlassen. Ansonsten ist es besser einen Tarif zu wählen, der sofort nach Vertragsabschluss einen Versicherungsschutz bietet.

Beitragsbefreiung im Pflegefall

Das Pflegetagegeld wird von Krankenversicherern angeboten. Diese erheben in der Regel auch während der Leistungsphase einen Beitrag. Mittlerweile gibt es aber Tarife, die auf den Beitrag im Leistungsfall verzichten.

In der Praxis muss man sich ausrechnen ob ein Pflegetagegeldtarif mit oder ohne Beitragsbefreiung günstiger ist. Denn wenn ein Tarif ohne Beitragsbefreiung besonders günstig ist und dieselben Leistungen wie ein Tarif mit Beitragsbefreiung im Leistungsfall bietet, entscheidet der Preis.

Beiträge im Leistungsfall berücksichtigen

Grundsätzlich ist es besser, wenn der Tarif auf Beiträge im Leistungsfall verzichtet. Sollte er das nicht, wäre es gut wenn man den zu zahlenden Beitrag auf die Höhe der Tagegeldabsicherung hinzuaddiert. Die Mehrprämie entscheidet dann über den Abschluss eines Tarifs mit oder ohne Beitragsbefreiung.

Nachversicherungsgarantien sind sehr wichtig

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist im ständigen Wandel. Die Leistungen hieraus könnten durchaus niedrige ausfallen. Dann entsteht wieder eine größeres Lücke in der privaten Absicherung.

Um den Tarif flexibel ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen zu können, sollte man einen Tarif mit einer sogenannten Nachversicherungsgarantie wählen.

Zusammenfassung

Wer sich für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung entscheidet, wird meistens aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses bei der Pflegetagegeldversicherung sein. Denn diese sichert das Pflegerisiko über den Beitrag ohne Sparanteil ab.

Dadurch ist sie wesentlich günstiger als beispielsweise die Pflegerentenversicherung. Dennoch gibt es auch gute Gründe für die Pflegerentenversicherung. Die Praxis zeigt allerdings, dass sich über 80% für eine Pflegetagegeldversicherung entscheiden.

Und das nicht ohne Grund. Wer die beste Pflegeversicherung für sich finden möchte, sollte unbedingt vergleichen.


Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern

von Björn Maier

Diesen Artikel jetzt bewerten 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

5,00 von 5 Sternen

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Newsletter abonnieren und 1 x im Monat kostenlos informiert werden.

Weitere interessante Artikel zu diesem Thema:

  1. Pflege-Bahr sinnvoll
    Pflegeversicherung 03.10.2014 Ist die Pflege-Bahr Versicherung sinnvoll?

    Durch die Änderung der Altersstruktur in Deutschland treten Probleme hinsichtlich altersbedingter Krankheiten vermehrt auf. Am 1. Januar 2013 wurde in Deutschland die Möglichkeit...

    weiterlesen »
  2. Pflegetagegeldversicherung oder Pflegerentenversicherung
    Pflegeversicherung 03.09.2014 Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung?

    Wer sich für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung interessiert, hat die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Varianten. Am bekanntesten ist die Pflegetagegeldversicherung....

    weiterlesen »
  3. Elternunterhalt: Kinder haften für ihre Eltern im Pflegefall
    Pflegeversicherung 01.09.2014 Elternunterhalt: Kinder haften für Ihre Eltern im Pflegefall!

    Wenn die Eltern zum Pflegefall werden ist das für die meisten Kinder eine große Belastung. Allein den zeitlichen Aufwand neben...

    weiterlesen »
  4. Pflegeversicherung notwendig
    Pflegeversicherung 28.08.2014 Ist eine private Pflegeversicherung wirklich notwendig?

    Das Thema private Pflegeversicherung wurde in letzter Zeit besonders von den Medien stark in den Vordergrund gerückt. Doch was ist wirklich dran an dem Thema private Pflegeversicherung?...

    weiterlesen »
Zum Seitenanfang

Ihre Angaben für einen kostenlosen Rückruf

Nach Absenden des Formulars meldet sich ein Mitarbeiter per Telefon und E-Mail bei Ihnen. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Datenschutzerklärung einsehen

Ihre Daten werden
sicher übertragen

* Pflichtfelder