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Beste private Haftpflichtversicherung finden!

Ratgeber 22. September 2014

Welche Leistungen eine Haftpflichtversicherung mitbringen sollte?

Die Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Denn laut dem § 823 BGB haftet jeder mit seinem kompletten Vermögen für Schäden die man einem Dritten zufügt. Einzig Kinder unter 7 Jahren fallen nicht unter diese Regelung. Diese sind vor dem Gesetz als deliktunfähig anzusehen.

Beste HaftpflichtversicherungWer nur die gesetzliche Haftpflicht, wie sie im Gesetz ausgelegt ist, abdecken möchte, kann sich beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung auch nur nach dem Preis orientieren.

Diejenigen die Wert auf Leistung legen, sollten beim Abschluss auf ein paar Kriterien achten, um für sich die beste Haftpflichtversicherung zu finden. Da eine private Haftpflichtversicherung von Haus aus nicht sehr teuer ist, eine günstige Police ist es bereits ab 40 € pro Jahr zu haben, fallen die Zusatzleistungen preislich nicht sonderlich ins Gewicht.

Eine sehr gute private Haftpflichtversicherung als Single ist bereits ab 80 € pro Jahr erhältlich. Welche Kriterien bei einer guten privaten Haftpflichtversicherung wichtig sind, möchten wir gerne in unserem Beitrag beschreiben.

Wichtige Zusatzleistungen in der privaten Haftpflichtversicherung

Man stelle sich vor, jemand wird von einem Fahrradfahrer angefahren und schwer verletzt. Aufgrund der Folgeschäden aus den Verletzungen resultiert beim Geschädigten eine Berufsunfähigkeit. Der Radfahrer selbst ist an dem Unfall schuld, besitzt allerdings keine private Haftpflichtversicherung die für den Schaden (Verdienstausfall, Schmerzensgeld, etc.) aufkommen kann.

Genügend Vermögen um den Schaden zu bezahlen hat der Fahrradfahrer ebenfalls nicht. In diesem Fall könnte die private Haftpflichtversicherung des Geschädigten einspringen. Vorausgesetzt dieser hat in seiner Haftpflichtpolice den Baustein der Ausfalldeckung vereinbart.

Dieser Baustein sichert einen immer dann ab, wenn vom Schädiger (dem Radfahrer) keinerlei Leistungen zu erwarten sind. Doch Vorsicht, viele günstige Policen sichern erst Schäden ab einer bestimmten Mindesthöhe ab. Besser ist ein Tarif der keine Mindestschadenhöhe vorsieht.

Forderungsausfalldeckung ohne Mindestschadenhöhe

Wer sich optimal gegen einen Forderungsausfall eines Dritten absichern möchte, sollte einen Tarif wählen, der bei dieser Leistungsart keine Mindestschadenhöhe vorsieht.

Ein weiterer Schadenfall entsteht beispielsweise bei einem Umzug eines Freundes. Dort trägt der Schädiger beispielsweise einen Fernseher zum LKW und auf dem Weg dorthin lässt er diesen aus Unachtsamkeit fallen. Was viele nicht wissen, die gesetzliche Haftpflicht erstreckt sich nicht auf Schäden die während eines Gefallens entstehen.

Hier schützt der Gesetzgeber diejenigen, welche jemandem einen Gefallen erweisen. Sprich der Geschädigte kann vom Schädiger, in unserem Fall der Freund der den Fernseher zerstört hat, keinen Schadenersatz verlangen. Im wahren Leben kann es aber sehr schnell unangenehm werden, wenn man einem Freund den Fernseher nicht ersetzen könnte.

Besser ist es, wenn die private Haftpflichtversicherung auch bei sogenannten Gefälligkeitsschäden einspringt. Ähnlich wie beim Baustein der Ausfalldeckung gibt es hier auch Unterschiede in Form von sogenannten Entschädigungsgrenzen. Hierbei wird festgelegt, bis zu welcher Schadenhöhe der Tarif maximal leistet.

Da solche Gefälligkeitsschäden oftmals nicht sehr teuer sind, benötigt man keine unbegrenzte Deckung. Wer allerdings für sich die beste Haftpflichtversicherung finden möchte, sollte auf eine möglichst hohe Entschädigungsgrenze achten. Günstige Tarife leisten für Gefälligkeitsschäden entweder gar nicht oder nur bis zu Schadenhöhen von maximal 5.000 €. Sehr gute Tarife leisten für Schäden bis 100.000 € und darüber hinaus.

Gute Tarife müssen Gefälligkeitsschäden mitversichern

Der Baustein „Leistung bei Gefälligkeitsschäden“ gehört in jede gute Haftpflichtversicherung. Man muss vor allem auf die Entschädigungsgrenzen achten. Sehr gute Tarife leisten für Schäden bis 100.000 € und darüber hinaus.

Besonders aufpassen müssen diejenigen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. Wer eine solche Tätigkeit ausübt genießt währenddessen bei vielen Tarifen der privaten Haftpflichtversicherung keinen Versicherungsschutz. Das wird nämlich oftmals ausgeschlossen.

Selbst wenn bei einigen guten Tarifen die ehrenamtliche Tätigkeit mit eingeschlossen ist, wird nicht jede Tätigkeit mit abgedeckt. Hier ist es besonders wichtig in den Versicherungsbedingungen genau nachzulesen, welche ehrenamtlichen Tätigkeiten genau abgesichert werden.

Ehrenamtliche Tätigkeiten werden meisten nicht versichert

Wer eine ehrenamtliche Tätigkeit ausführt, muss genau in den Versicherungsbedingungen nachlesen, ob seine Tätigkeit mitversichert ist. Denn auch wenn grundsätzlich geleistet wird, gibt es bestimmte Ausschlüsse in den Bedingungen.

Viele leihen sich mal eben schnell etwas von einem Freund oder einer Freundin aus. Sollte der geliehene Gegenstand allerdings während dieser bei einem im Besitzt ist aus Unachtsamkeit beschädigt werden, leisten die meisten Tarife der privaten Haftpflichtversicherung nicht.

Denn Schäden an gemieteten oder geliehenen beweglichen Sachen, werden von den meisten Tarifen ausgeschlossen. Selbst gute Tarife beschränken die Leistung ähnlich wie bei den Gefälligkeitsschäden auf bestimmte Leistungsobergrenzen.

Zusätzlich wird oftmals noch ein Selbstbehalt für den Schadenfall vereinbart. Ein guter Tarif sollte auch während die beweglichen Sachen gemietet oder geliehen sind einen Schutz bieten.

Leistung auch für geliehene und gemietete Sachen

Ein guter Tarif sollte auch für geliehene und gemietete bewegliche Sachen leisten. Auch sollte jeder im Tarif auf eine möglichst hohe Entschädigungsobergrenze achten.

Manchmal passiert es schnell, dass ein Schlüssel verloren geht. Und dann kann es sehr teuer werden. Die meisten Tarife der privaten Haftpflichtversicherung kommen für solche Schäden zwar auf. Allerdings gibt es in der Schadenregulierung einige Unterschiede.

Hier wird nach einem Schlüsselverlust von privaten und dienstlichen Schlüsseln unterschieden. Viele Tarife sehen für dienstliche Schlüssel sehr viel niedrigere Erstattung vor als bei Privaten. Wenn der Arbeitgeber einem einen Schlüssel beispielsweise zu den Büroräumen überlässt, sollte man nachfragen welche Kosten bei einem Verlust des Schlüssels auf einen zukommen.

Um für sich dann die beste Haftpflichtversicherung zu finden, ist es wichtig einen Tarif zu wählen, der bei dienstlichem Schlüsselverlust eine entsprechend hohe Absicherung bietet.

Schlüsselverlustrisiko richtig absichern

Sehr gute Tarife haben in ihren Bedingungen Erstattungsgrenzen für den privaten und dienstlichen Schlüsselverlust von mindestens 50.000 € und mehr pro Schadenfall verankert.

Familien mit kleinen Kindern unter 7 Jahren sind gut beraten, wenn sie den Baustein „Deliktunfähige Kinder“ in ihrer Police haben. Nur dann leistet der Haftpflichtversicherer auch für Schäden, welche die Kleinen verursacht haben. Vom Gesetzgeber aus, sind diese zwar nicht haftbar zu machen.

Aber nichts ist unangenehmer, als wenn der Nachwuchs bei Bekannten und Verwanden etwas kaputt macht und der Schaden von der privaten Haftpflichtversicherung nicht übernommen wird.

Der Baustein „Deliktunfähige Kinder“ ist für Familien mit Nachwuchs wichtig

Wer kleine Kinder im Haushalt hat, sollte unbedingt dafür sorgen, dass die Haftpflichtversicherung auch für Schäden der Kleinen aufkommt. Auch hier sollte man auf die Entschädigungsgrenzen achten.

Zusammenfassung

Um für sich die beste Haftpflichtversicherung zu finden, darf man nicht an ein paar Euro mehr im Monat sparen. Die Haftpflichtversicherung gehört von Haus aus schon zu den günstigeren Versicherungen. Deshalb ist eine hochwertige Absicherung auch nicht sonderlich teuer.

Wichtig ist, dass man bei den einzelnen Zusatzbausteinen vor allem auf die Entschädigungsobergrenzen oder Mindestschadenhöhen achtet. Das wird beim Abschluss eines entsprechenden Tarifs oft vergessen. In unserem Vergleichsrechner für die private Haftpflichtversicherung kann anhand der Eingaben jeder einen sehr guten Tarif ermitteln.

Im Ergebnis wird auch ein Leistungs-Tipp angegeben. Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit im Leistungsvergleich tiefer in die Bedingungen einzusteigen. Ein Vergleich der Tarife lohnt sich fast immer.


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von Björn Maier

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