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Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte

So schließt du die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit richtig

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine Versorgung bei Widerruf: Beamte auf Widerruf haben bei Dienstunfähigkeit durch Krankheit oder Freizeitunfall gar keinen Versorgungsanspruch und werden entlassen.
  • Lücke trotz Ruhegehalt: Beamte auf Lebenszeit bekommen erst nach fünf Dienstjahren ein Ruhegehalt, das maximal 71,75 % der letzten Bezüge erreicht und noch versteuert wird.
  • Echte DU-Klausel entscheidend: Nur mit echter Dienstunfähigkeitsklausel folgt der Versicherer dem Urteil deines Dienstherrn und prüft nicht selbst nach.
  • Beispiel Bayern: Ein Beamter der Besoldungsgruppe A9 hat bei Dienstunfähigkeit fast 40 % weniger Netto, im Musterfall 1.174,77 € Lücke pro Monat.
  • Erst Risikovoranfrage: Wer Vorerkrankungen hat, sollte vor dem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage über einen freien Makler stellen.

So gehst Du vor:

  • Kläre zuerst deinen Beamtenstatus, denn ob Widerruf, Probe oder Lebenszeit entscheidet, wie hoch du absichern musst.
  • Lass dir deine tatsächliche Nettolücke mit einem speziellen Rechner ausrechnen, statt sie zu schätzen.
  • Achte auf einen Tarif mit echter Dienstunfähigkeitsklausel und dem Verzicht auf abstrakte Verweisung.
  • Hast du Vorerkrankungen, kläre mit einer anonymen Risikovoranfrage vorab, zu welchen Konditionen du versicherbar bist.

Was ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer zusätzlichen Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte. Sie zahlt dir eine vereinbarte monatliche Rente, wenn du deinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kannst.

Das Besondere ist die Doppelabsicherung. Sie deckt zwei Fälle ab:

  • Berufsunfähigkeit: Du kannst deinen Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben.
  • Dienstunfähigkeit: Dein Dienstherr versetzt dich in den Ruhestand oder entlässt dich, unabhängig von der 50-Prozent-Grenze.

Streng genommen gibt es keine eigenständige Dienstunfähigkeitsversicherung. Es ist immer eine BU mit Beamtenklausel. Mehr zum Grundbegriff findest du im Lexikoneintrag zur Dienstunfähigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit?

Bei Dienstunfähigkeit entscheidet dein Dienstherr, bei Berufsunfähigkeit entscheidet der Versicherer. Das ist der Kern des Unterschieds und der Grund, warum du als Beamter die DU-Klausel brauchst.

Merkmal Dienstunfähigkeit Berufsunfähigkeit
Wer stellt fest? Dienstherr per amtsärztlichem Gutachten Versicherer per ärztlicher Prüfung
Grenze Keine feste Prozentgrenze Mindestens 50 % über ca. 6 Monate
Folge Ruhestand oder Entlassung BU-Rente aus dem Vertrag

Der Konflikt entsteht so: Ein Amtsarzt kann dich für dienstunfähig erklären, obwohl du nach den Regeln einer normalen BU noch zu 60 % arbeitsfähig wärst. Ohne DU-Klausel würde die Versicherung dann nichts zahlen. Genau diese Lücke schließt die echte Beamtenklausel.

Rechtliche Grundlage: § 44 BBG

§ 44 Abs. 1 Bundesbeamtengesetz definiert die allgemeine Dienstunfähigkeit. Als dienstunfähig gilt auch, wer innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und keine Aussicht auf Besserung binnen weiterer sechs Monate besteht.

Was bedeutet eine echte Dienstunfähigkeitsklausel?

Eine echte Dienstunfähigkeitsklausel bedeutet: Der Versicherer zahlt, sobald du nachweist, dass dein Dienstherr dich vorzeitig in den Ruhestand versetzt hat, etwa durch ein amtsärztliches Zeugnis. Der Versicherer prüft dann nicht mehr selbst nach.

Aspekt Echte DU-Klausel Unechte DU-Klausel
Eigene Prüfung des Versicherers Nein, er folgt dem Dienstherrn Ja, er behält eine eigene Prüfung vor
Nachweis Amtsärztliches Zeugnis reicht Zusätzliche Bedingungen möglich
Risiko für dich Gering Zwei Prüfungen, längere Dauer

Bei der unechten Klausel kann sich der Versicherer zwar an die Empfehlung des Dienstherrn halten. Er behält sich aber vor, selbst zu prüfen, ob nach seinen Bedingungen Dienstunfähigkeit vorliegt. Für dich heißt das: möglicherweise zwei Prüfungen und mehr Aufwand im Ernstfall.

Vergleich zwischen echter und unechter Dienstunfähigkeitsklausel: Die echte Klausel folgt dem Urteil des Dienstherrn ohne eigene Prüfung des Versicherers, die unechte Klausel behält eine zusätzliche eigene Prüfung vor und bedeutet zwei Prüfungen im Leistungsfall.

Mehr Infos: Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichen

Wie hoch ist die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit wirklich?

Selbst bei Beamten auf Lebenszeit reicht das Ruhegehalt nicht aus, um dein Nettoeinkommen zu halten. Der Höchstsatz liegt bei 71,75 % der letzten Bezüge und wird erst nach rund 40 Dienstjahren erreicht (§ 14 BeamtVG).

Balkenvergleich der Netto-Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit am Beispiel eines Diplom-Finanzwirts der Besoldungsgruppe A9 in Bayern: 3.066,67 Euro Netto im Dienst gegenüber 1.891,90 Euro Ruhegehalt, eine Lücke von 1.174,77 Euro pro Monat.

Wichtig zu verstehen: Bei Dienstunfähigkeit entsteht immer eine Lücke zu deinen aktuellen Nettobezügen. Drei Punkte machen sie größer, als viele erwarten:

  • Steuer: Das Ruhegehalt muss versteuert werden.
  • Krankenversicherung: Deine PKV-Beiträge laufen weiter und müssen finanziert werden.
  • Versorgungsabschlag: Bei vorzeitigem Ruhestand kommen 3,6 % pro Jahr dazu (maximal 10,8 %).

Mein Rat aus der Beratungspraxis

Viele auf Lebenszeit verbeamtete Kunden glauben, das Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit entspreche etwa ihren Bezügen oder liege sogar höher. Das ist nicht der Fall. Wie hoch deine Lücke genau ausfällt, simulieren wir mit einem speziellen Rechner.

Praxisbeispiel: Diplom-Finanzwirt, 30, Bayern

Nimm einen ledigen Beamten auf Lebenszeit, 30 Jahre, Besoldungsgruppe A9 mit Leistungsstufe 6, Steuerklasse 1, keine Kirchensteuer, keine Kinder, in Bayern. Die Lücke im Netto liegt bei 1.174,77 € pro Monat.

Position Bezüge im Dienst Ruhegehalt bei DU
Brutto 3.776,84 € 2.104,73 €
Steuern 710,10 € 212,83 €
Netto 3.066,67 € 1.891,90 €
Netto-Versorgungslücke 1.174,77 €

Das sind fast 40 % weniger Netto im Fall der Dienstunfähigkeit. Und die Beiträge zur privaten Krankenversicherung laufen zusätzlich weiter. Der Aha-Effekt kommt fast immer erst, wenn diese Zahlen konkret auf dem Tisch liegen.

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Welche Absicherung brauchst du je nach Beamtenstatus?

Dein Beamtenstatus entscheidet über Höhe und Ausgestaltung deiner Absicherung. Beamte auf Widerruf brauchen am meisten Schutz, obwohl sie oft am wenigsten absichern.

Status Versorgung bei DU (Krankheit) Was das für dich heißt
Beamter auf Widerruf (Referendariat) Kein Versorgungsanspruch, Entlassung Höchster Bedarf, volle Eigenabsicherung
Beamter auf Probe Nur bei Dienstunfall, sonst Entlassung Hoher Bedarf, besonders bei Krankheit
Beamter auf Lebenszeit Ruhegehalt erst nach 5 Jahren, mit Lücke Absicherung der Nettolücke

Beamte auf Widerruf haben bei Dienstunfähigkeit durch Krankheit oder Freizeitunfall überhaupt keine Versorgungsansprüche und werden aus dem Dienst entlassen. Beamte auf Probe haben nur bei einem Dienstunfall Ansprüche und werden bei krankheitsbedingter Dienstunfähigkeit ebenfalls entlassen. Und selbst bei Beamten auf Lebenszeit reicht das Ruhegehalt nicht aus, obwohl der Dienstherr hier bei Krankheit oder Unfall zahlt.

Vorsicht Falle

Ein Beamter auf Widerruf oder Probe braucht wegen der fehlenden Versorgung eine höhere Absicherung als ein Beamter auf Lebenszeit. Nach der Verbeamtung auf Lebenszeit solltest du diese hohe Rente wieder reduzieren, sonst zahlst du dauerhaft zu viel. Ohne staatliche Ansprüche gründet sich die Nachversicherung nur auf die Erwerbsminderungsrente, deren Wartezeit oft nicht erfüllt ist.

Wann werden Lehrer, Polizisten und Verwaltungsbeamte unterschiedlich beraten?

Lehrer und Verwaltungsbeamte brauchen eine Klausel für allgemeine Dienstunfähigkeit. Polizisten, Feuerwehrleute und Justizvollzugsbeamte brauchen zusätzlich Schutz gegen spezielle Dienstunfähigkeit.

  • Lehrer und Verwaltungsbeamte: Eine Klausel zur allgemeinen Dienstunfähigkeit reicht aus.
  • Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug: Zusätzliches Risiko der speziellen Dienstunfähigkeit, etwa bei Dienst an der Waffe.

Der Hintergrund: Diese Berufsgruppen können vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie den besonderen gesundheitlichen Anforderungen ihres Dienstes nicht mehr genügen, selbst wenn sie im Büro noch arbeiten könnten. Für Lehrer lohnt zusätzlich ein Blick auf unsere Seite zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehrer.

Spezielle Dienstunfähigkeit

Nach dem Landesbeamtengesetz kann als dienstunfähig gelten, wer den besonderen gesundheitlichen Anforderungen an seinen Dienst nicht mehr genügt und die Dienstfähigkeit nicht innerhalb eines Jahres wiederhergestellt werden kann. Bei der Polizei sind es in der Regel zwei Jahre, mit unterschiedlichen Regelungen je Bundesland.

Worauf solltest du bei der Tarifauswahl achten?

Achte auf Details, die Vergleichsportale nicht abbilden können: den Verzicht auf abstrakte Verweisung, eine anpassbare Rentenhöhe je nach Status und eine ausreichende Leistungsdauer bei spezieller Dienstunfähigkeit.

  • Echte Klausel: Echte Dienstunfähigkeitsklausel statt unechter Variante.
  • Verweisungsverzicht: Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung aufgrund Dienstunfähigkeit.
  • Anpassbare Rente: Höher bei Widerruf und Probe, reduzierbar bei Lebenszeit.
  • Spezielle DU: Bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug mindestens 72 Monate Leistung bei Entlassung.
  • Dienstunfall: Leistung, solange ein Unfallruhegehalt gezahlt wird, auch über 72 Monate hinaus.

Warum das kein Portal leisten kann: Ob du als Beamter auf Widerruf zunächst höher und nach der Lebenszeitverbeamtung wieder niedriger absicherst, muss individuell je nach Status ermittelt werden. Solche Konstellationen bilden Vergleichsrechner nicht ab.

Vorsicht Falle bei Widerruf und Probe

Wählst du hier einen Tarif, der bei spezieller Dienstunfähigkeit nur kurz leistet, kann eine Entlassung dich ohne Ansprüche treffen. Schon ein Freizeitunfall mit bleibender Verletzung reicht bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug aus.

Welche Tarife empfehle ich für welchen Beamtentyp?

Der passende Tarif hängt von deinem Status und deiner Berufsgruppe ab. Für die drei häufigsten Fälle stelle ich dir meine Favoriten mit echten Beispielbeiträgen für 1.500 € Monatsrente gegenüber. Alle gelisteten Tarife enthalten eine echte Dienstunfähigkeitsklausel.

Wichtig zu den Preisen:

Die Beiträge gelten für die genannten Musterprofile (gesund, Nichtraucher). Dein persönlicher Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Laufzeit und Rentenhöhe ab. Die Reihenfolge ist meine fachliche Einschätzung aus der Beratungspraxis, keine allgemeingültige Rangliste.

Musterfall 1: Referendar / Beamter auf Widerruf

Für einen 24-jährigen Referendar (Lehramt Gymnasium, Beamter auf Widerruf, gesund, Nichtraucher, 1.500 € Rente bis 67) ist die Bayerische mein Preis-Leistungs-Sieger. Entscheidend hier: echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe plus Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit.

Platz Anbieter / Tarif Leistungsdetails Beitrag/Monat
1 die Bayerische / BU Protect (Preis-Leistungs-Sieger)
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
53,31 €
2 Signal Iduna / Comfort SI WorkLife Exklusiv-Plus
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
63,83 €
3 DBV / ALVSDV
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
67,36 €
4 Allianz / OBDU16U
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
78,41 €

Alle vier Tarife leisten auch bei Entlassung wegen Dienstunfähigkeit während des Status Widerruf oder Probe und versichern bis Endalter 67. Zusätzlich gilt bei allen die günstige Prüfung: Du bekommst auch dann eine Leistung, wenn zwar keine Dienstunfähigkeit, aber Berufsunfähigkeit vorliegt.

Musterfall 2: Verwaltungsbeamtin auf Lebenszeit

Für eine 44-jährige Finanzbeamtin auf Lebenszeit (gesicherte Laufbahn, Nichtraucherin, 1.500 € Rente bis 67) liegt Signal Iduna vorn. Hier zählt der Verzicht auf konkrete Verweisung, solange Ruhegeld gezahlt wird.

Platz Anbieter / Tarif Leistungsdetails Beitrag/Monat
1 Signal Iduna / Comfort SI WorkLife Exklusiv-Plus (Preis-Leistungs-Sieger)
  • Echte DU-Klausel
  • Verzicht auf konkrete Verweisung, solange Ruhegeld gezahlt wird
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
47,20 €
2 Allianz / OBDU16U
  • Echte DU-Klausel
  • Verzicht auf konkrete Verweisung, solange Ruhegeld gezahlt wird
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
56,80 €
3 DBV / ALVSDV
  • Echte DU-Klausel
  • Verzicht auf konkrete Verweisung, solange Ruhegeld gezahlt wird
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
63,02 €
4 die Bayerische / BU Protect
  • Echte DU-Klausel
  • Verzicht auf konkrete Verweisung, solange Ruhegeld gezahlt wird
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
  • Versicherbar bis Endalter 67
67,11 €

Für Verwaltungsbeamte reicht die Klausel zur allgemeinen Dienstunfähigkeit. Alle Tarife sind bis Endalter 67 versicherbar und leisten über die günstige Prüfung auch bei reiner Berufsunfähigkeit.

Musterfall 3: Polizeivollzug mit spezieller Dienstunfähigkeit

Für einen 30-jährigen Polizeibeamten im Vollzugsdienst (gesund, Nichtraucher, 1.500 € Rente bis 62) ist die DBV mein Preis-Leistungs-Sieger. Hier ist die spezielle DU-Klausel Pflicht, denn der Dienstherr kann schon bei fehlender Waffentauglichkeit entlassen.

Platz Anbieter / Tarif Leistungsdetails Beitrag/Monat
1 DBV / ALVSDV mit spez. DU (Preis-Leistungs-Sieger)
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Inkl. spezieller DU-Klausel: leistet bei Versetzung oder Entlassung wegen spezieller Dienstunfähigkeit, bei Entlassung max. 72 Monate, bei Dienstunfall länger
  • Verzicht auf konkrete Verweisung bei Beamten auf Lebenszeit, solange Versorgungsbezüge fließen
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
69,13 €
2 die Bayerische / BU Protect + Besondere DU
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Inkl. spezieller DU-Klausel: leistet bei Versetzung oder Entlassung wegen spezieller Dienstunfähigkeit, bei Entlassung max. 72 Monate
  • Verzicht auf konkrete Verweisung bei Beamten auf Lebenszeit, solange Versorgungsbezüge fließen
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
84,63 €
3 Signal Iduna / Comfort SI WorkLife Exklusiv-Plus mit spez. DU
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Inkl. spezieller DU-Klausel: leistet bei Versetzung oder Entlassung wegen spezieller Dienstunfähigkeit, bei Entlassung max. 72 Monate, bei Dienstunfall länger
  • Verzicht auf konkrete Verweisung bei Beamten auf Lebenszeit, solange Versorgungsbezüge fließen
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
90,00 €
4 Allianz / OBDU16U mit spez. DU
  • Echte DU-Klausel auch für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Inkl. spezieller DU-Klausel: leistet bei Versetzung oder Entlassung wegen spezieller Dienstunfähigkeit, bei Entlassung max. 72 Monate, bei Dienstunfall länger
  • Verzicht auf konkrete Verweisung bei Beamten auf Lebenszeit, solange Versorgungsbezüge fließen
  • Günstige Prüfung: BU-Leistung auch ohne Dienstunfähigkeit
121,75 €

Alle vier Tarife enthalten die spezielle DU-Klausel und leisten auch, wenn du wegen spezieller Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt oder entlassen wirst. Bei Entlassung wird maximal 72 Monate geleistet, bei einem Dienstunfall auch länger. Zusätzlich verzichten sie bei Beamten auf Lebenszeit auf die konkrete Verweisung, solange Versorgungsbezüge fließen.

Redaktions-Tipp!

Der günstigste Beitrag ist nicht automatisch der beste Tarif. Bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug entscheidet die Ausgestaltung der speziellen DU-Klausel über deinen Schutz. Lass dir vor dem Abschluss zeigen, wie lange und in welchen Fällen dein Tarif bei spezieller Dienstunfähigkeit leistet.

Was sind die größten Fehler beim Abschluss?

Die zwei teuersten Fehler sind: bei einem beliebigen Anbieter ohne Vergleich abschließen und die Gesundheitsfragen unvollständig beantworten. Beides kostet dich später Geld oder den Schutz.

  • Kein Vergleich: Ohne Vergleich fehlt oft die wichtige DU-Klausel, und eine teure Einstufung führt über die gesamte Laufzeit zu Mehrkosten von tausenden Euro.
  • Gesundheitsfragen falsch beantwortet: Der Versicherer kann sich später auf eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht berufen und leistungsfrei bleiben.

Beide Fehler lassen sich vermeiden. Vergleiche Beiträge und Leistungen mehrerer Anbieter, bevor du unterschreibst, und beantworte die Gesundheitsfragen vollständig. Am sichersten prüfst du deine Konditionen vorab über eine anonyme Risikovoranfrage bei einem freien Makler.

Wann solltest du eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen?

Der beste Zeitpunkt ist immer sofort. Wegen der Gesundheitsfragen im Antrag gilt: Je früher du abschließt, desto besser sind deine Chancen auf gute Konditionen.

  • Gesundheit: Weniger Vorerkrankungen bedeuten bessere Annahmechancen bei der Risikoprüfung.
  • Beitrag: Deutlich günstigere Beiträge im jungen Alter.
  • Schutz: Sofortiger Versicherungsschutz ab Vertragsbeginn.

Der Denkfehler dahinter: Viele glauben, als junger Mensch noch keine Absicherung zu brauchen. Aber auch junge Leute können erkranken oder einen Unfall erleiden und dadurch dienstunfähig werden. Wer bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit wartet, verschenkt Gesundheitsstatus und günstige Beiträge.

Mein Rat für Referendare

Warte nicht auf die Lebenszeitverbeamtung. Gerade als Beamter auf Widerruf hast du keine Versorgung und trägst das volle Risiko. Sichere dich jetzt ab und passe die Höhe später über die Nachversicherungsgarantie an.

Wie gehst du mit Vorerkrankungen um?

Bei Vorerkrankungen führt der Weg immer über eine anonyme Risikovoranfrage. Dabei wird vor dem Antrag geprüft, ob und zu welchen Konditionen Versicherungsschutz möglich ist, etwa mit Ausschluss oder Risikozuschlag.

  1. Angaben erfassen: Vorerkrankungen strukturiert dokumentieren.
  2. Eigenerklärung: Eine gute schriftliche Erklärung formulieren.
  3. Attest: Bei Bedarf ein ärztliches Attest beilegen.
  4. Anonym einreichen: Die Unterlagen anonym bei passenden Versicherern prüfen lassen.

Ein Fall aus meiner Praxis:

Eine junge Referendarin hatte vor 3,5 Jahren zwei Sitzungen bei einem Psychotherapeuten, als ihre Mutter an Krebs starb. Ihr bestehender Versicherer wollte sie nur mit einem Ausschluss für psychische Erkrankungen und zu höheren Beiträgen versichern. Mit einer guten Eigenerklärung und einem Attest des Therapeuten haben wir die Angaben aufbereitet und anonym eingereicht. Zwei Anbieter waren daraufhin bereit, sie ganz normal zu versichern.

Der Vorteil: Du weißt vor Vertragsabschluss, wie jeder Versicherer dich annimmt. So vermeidest du eine dokumentierte Ablehnung, die spätere Anträge erschwert. Wenn du Vorerkrankungen hast, übernehme ich die Risikovoranfrage für dich.

Praxisbeispiel: Ein Amtsarzt und seine Fehleinschätzung

Ein Kunde, 35 Jahre, arbeitete zunächst als Arzt im Zivilleben und wurde später Amtsarzt. Er glaubte, seine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr zu brauchen, weil er als Amtsarzt gut abgesichert sei. Die Rechnung zeigte das Gegenteil.

  • Alte BU ohne Klausel: Seine BU hatte er früher ohne Dienstunfähigkeitsklausel abgeschlossen, weil damals nicht klar war, dass er Amtsarzt werden würde.
  • 38 % weniger Netto: Bei Dienstunfähigkeit hätte er rund 38 % weniger Nettoauszahlung erhalten.
  • Laufender Kredit: Da er noch Raten aus einem Hauskredit bediente, wäre die Lücke kritisch geworden.

Er wechselte daraufhin in einen BU-Tarif inklusive Dienstunfähigkeitsklausel. Das zeigt: Ein Statuswechsel im Beamtenverhältnis kann deine gesamte Absicherung verändern. Prüfe deinen Vertrag, wenn sich deine Laufbahn ändert.

Übersicht der Versorgung bei Dienstunfähigkeit nach Beamtenstatus: Beamte auf Widerruf haben keinen Versorgungsanspruch und werden entlassen, Beamte auf Probe haben nur bei Dienstunfall Ansprüche, Beamte auf Lebenszeit erhalten ein Ruhegehalt erst nach fünf Jahren und mit Nettolücke.

Jetzt BU mit DU-Klausel vergleichen

Häufige Fragen zur Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte

Nein. Es handelt sich immer um eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer zusätzlichen Dienstunfähigkeitsklausel. Die Klausel sorgt dafür, dass der Versicherer der Entscheidung deines Dienstherrn folgt.
Ja. Das Ruhegehalt erreicht maximal 71,75 % der letzten Bezüge und wird versteuert. Zusätzlich laufen deine PKV-Beiträge weiter. Selbst nach vielen Dienstjahren bleibt eine Nettolücke, die du nur privat schließen kannst.
Der Vertrag bleibt bestehen und wirkt dann als normale Berufsunfähigkeitsversicherung. Du bist also weiter abgesichert, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst.
Es ist gerade dann sinnvoll. Als Beamter auf Widerruf hast du bei krankheits- oder unfallbedingter Dienstunfähigkeit keinen Versorgungsanspruch und wirst entlassen. Ein früher Abschluss sichert dir zudem günstige Beiträge.
Bei der echten Klausel folgt der Versicherer dem amtsärztlichen Urteil ohne eigene Prüfung. Bei der unechten Klausel behält er sich eine zusätzliche eigene Prüfung vor. Für dich ist die echte Klausel klar sicherer.
Über eine anonyme Risikovoranfrage bei einem freien Makler. Damit klärst du vor dem Antrag, welcher Versicherer dich zu welchen Konditionen aufnimmt, ohne dass eine Ablehnung dokumentiert wird.
Für einen gesunden 24-jährigen Referendar mit 1.500 € Rente bis 67 starten gute Tarife ab rund 53 € pro Monat. Mit spezieller DU-Klausel für den Polizeivollzug liegen die Beiträge höher, ab etwa 69 € pro Monat. Dein Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Laufzeit und Rentenhöhe ab.

Fazit: Beamter zu sein schützt nicht vor der Versorgungslücke

Kein Beamtenstatus deckt die Lücke bei Dienstunfähigkeit vollständig ab. Beamte auf Widerruf haben gar keine Versorgung, Beamte auf Probe nur bei Dienstunfall, und selbst Beamte auf Lebenszeit müssen mit deutlichen Nettoeinbußen rechnen.

Mein Rat: Kläre deinen Status, lass dir die Lücke konkret ausrechnen und wähle einen Tarif mit echter Dienstunfähigkeitsklausel und dem Verzicht auf abstrakte Verweisung. Bei Vorerkrankungen immer erst die anonyme Risikovoranfrage.

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